{"id":6946,"date":"2016-11-22T11:50:26","date_gmt":"2016-11-22T10:50:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=6946"},"modified":"2016-11-22T11:50:26","modified_gmt":"2016-11-22T10:50:26","slug":"kultur-und-geschichte-des-suedens-von-korsika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/kultur-und-geschichte-des-suedens-von-korsika\/","title":{"rendered":"Kultur und Geschichte des S\u00fcdens von Korsika"},"content":{"rendered":"<p>Viele H\u00f6hepunkte bietet <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/wanderkarte\/dest\/30948-korsika\/\">Korsika<\/a> dem geschichtlich, musikalisch und allgemein kulturell interessierten Urlauber. M\u00e4chtige Zitadellen in den Hafenst\u00e4dten, Wacht\u00fcrme auf Inseln und Landspitzen, romanische Kapellen und Kirchen sowie Br\u00fccken in den Gebirgst\u00e4lern sind die Stein gewordenen Zeugnisse der 200-j\u00e4hrigen Herrschaft der Pisaner (1077\u20131284) und der fast 500-j\u00e4hrigen Herrschaft der Genuesen (bis 1755) auf der Insel.<\/p>\n<p>Noch \u00e4ltere Zeugnisse der Besiedelung der Insel sind die Menhire, Dolmen, Steingr\u00e4ber, Zyklopenmauern und Festungen der korsischen Megalithkulturen und der Torreaner. Zu den kulturellen H\u00f6hepunkten\u00a0 z\u00e4hlen in der Osterzeit die Karfreitagsprozession \u201eU Catenacciu\u201c in Sart\u00e8ne und das griechisch-orthodoxe Osterfest in Carg\u00e8se. Hochkar\u00e4tig besetzt sind die Festivals \u00cele Danse in Ajaccio (Mai), das Jazz-Festival Ajaccio (Juni), Les Musicales d\u2019Ajaccio (Juli), die Nuits de la Guitare in Patrimonio (Juli) und das Festival de Musique du Jazz au Penitencier de Coti-Chiavari (August). Am 8. August pilgern Gl\u00e4ubige zur Statue Notre-Dame-des-Neiges auf dem Col de Bavella.<\/p>\n<h4>St\u00e4dte<\/h4>\n<p><strong>Bonifacio<\/strong>: Die Stadt <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.38717,9.15927\">Bonifacio<\/a> (960 Einwohner) hat eine einzigartige Lage: Auf einer 900 Meter langen Kreidefelshalbinsel dr\u00e4ngen sich die H\u00e4user der Altstadt (Haute-Ville). Einen Gro\u00dfteil der Halbinsel nehmen jedoch das Kloster Saint-Fran\u00e7ois, der Friedhof Cemeti\u00e8re Marin und eine Kaserne ein. Die eigentliche, von den Mauern der Zitadelle umschlossene Altstadt konzentriert sich lediglich auf rund einem Viertel der Fl\u00e4che, entsprechend eng geht es in den Gassen zu. Den Mangel an Platz glichen die Bewohner aber durch den Bau von bis zu sechs Stockwerke hohen H\u00e4usern aus. Auch wenn mit Restaurierungsarbeiten begonnen wurde, bl\u00e4ttert nach wie vor der Putz von vielen Fassaden. Wer sich vom Wasser aus n\u00e4hert, fragt sich allerdings angesichts des gewagten Bauens bis an den Klippenrand, wie lange manche der H\u00e4user wohl noch stehen werden.<\/p>\n<p><strong>Ajaccio<\/strong>: Die Geburtsstadt Napol\u00e9on Bonapartes ist seit der Antike besiedelt und wurde in seiner heutigen Form 1492 von den Genuesen gegr\u00fcndet. Die Hafenstadt <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.91923,8.73863\">Ajaccio<\/a> (67.510 Einwohner) mit dem zweitwichtigsten Hafen der Insel liegt an einer der sch\u00f6nsten Buchten der Westk\u00fcste, die von einer herrlichen Bergkulisse eingerahmt wird. Die Stadt ist Sitz des korsischen Regionalparlaments, der Assembl\u00e9e de Corse. In der Inselhauptstadt liegt auch der gr\u00f6\u00dfte Flughafen der Insel; F\u00e4hren fahren nach Marseille, Toulon und Nizza und im Sommer zus\u00e4tzlich nach Calvi und Propriano. Die Stadt ist zudem Endstation der Schmalspurbahnstrecke nach Calvi und Bastia. Die Zitadelle der Stadt wurde 1492 erbaut. Zu den wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten geh\u00f6ren neben den Museen die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Misericorde (Ende des 16. Jahrhunderts), die \u00c4hnlichkeiten mit byzantinischen Kirchen aufweist.<\/p>\n<p>Sehenswertes: Vom Wasser aus erreicht man die Oberstadt \u00fcber eine breite Treppe, die Mont\u00e9e St-Roch. Sie beginnt bei der Kirche Saint-Erasme und f\u00fchrt zur bis heute funktionst\u00fcchtigen Zugbr\u00fccke (1598). Durch die Porte de G\u00eanes betritt man schlie\u00dflich die Altstadt. Auf den n\u00f6rdlich der Halbinsel liegenden Hafen blickt man von der Bastion de l\u2019Etendard \u2013 den wenigen Resten der Stadtbefestigung, die 1553 bei einer Belagerung zerst\u00f6rt wurde. Vor der \u00c9glise Sainte-Marie-Majeure (12. Jh.) befindet sich die Loggia, unter deren B\u00f6gen fr\u00fcher das Stadtparlament tagte. Die unter der Kirche gebaute Zisterne wird heute als Ausstellungs- und Konferenzraum genutzt. Aus dem 13. und 14. Jh. stammt die gotische \u00c9glise Saint-Dominique, in der Gem\u00e4lde und Reliquienschreine zu besichtigen sind. F\u00fcr die Versorgung mit Mehl baute man Ende des 13. Jahrhunderts Kornm\u00fchlen; eine dieser M\u00fchlen wurde restauriert, leider allerdings ohne Fl\u00fcgel. Wer Zeit hat, l\u00e4uft bis zum Marinefriedhof an der Spitze der Halbinsel, hier und rund um die Klosterkirche (13. Jahrhundert) geht es ruhiger als in den Altstadtgassen zu.<\/p>\n<p>Nicht entgehen lassen sollte man sich den Spaziergang durch die G\u00e4nge des Gouvernail de la Corse, wo noch Reste von Gesch\u00fctzen zu sehen sind. Auf halber H\u00f6he der Felsen genie\u00dft man dann einen sch\u00f6nen Blick Richtung <a href=\"https:\/\/www.kompass.de\/regionen\/wandern-sardinien\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"7\" title=\"Wandern auf Sardinien\">Sardinien<\/a>. Ein touristisches Muss ist die Escalier du Roi d\u2019Aragon, die unweit des 35 Meter hohen Torrione (pisanischer Wachturm von 1195) in 187 Stufen an den Kreidefelsen entlang zum Meer hinunterf\u00fchrt. Unten kann man ein St\u00fcck an den Felsen entlang zu einer Grotte laufen, in der sich fr\u00fcher eine S\u00fc\u00dfwasserquelle der Stadt befand. Die Unterstadt liegt am Fischer- und Yachthafen, der von Bars und Restaurants ges\u00e4umt wird. Der Naturhafen hat eine einzigartige Lage in einem 1,5 Kilometer langen fjordartigen Einschnitt hinter der Halbinsel mit der Altstadt.<\/p>\n<p><strong>Carg\u00e8se<\/strong>: Die Stadt (1.280 Einwohner) ist eine Gr\u00fcndung griechischer Fl\u00fcchtlinge aus dem Jahr 1774. W\u00e4hrend ein Teil der Stadtgr\u00fcnder zum r\u00f6misch-katholischen Glauben \u00fcbertrat, blieb ein anderer Teil dem griechisch-orthodoxen Glauben treu. So erkl\u00e4rt sich auch die Existenz der zwei 1825 bzw. 1851 erbauten Kirchen, der wei\u00dfen katholischen \u00c9glise latine und der farbenfrohen griechisch-orthodoxen \u00c9glise grecque. Zu den Sehensw\u00fcrdigkeiten im Umland z\u00e4hlen das Couvent Saint Fran\u00e7ois, die Dolmen von Paomina und die genuesischen Wacht\u00fcrme (1605\/1606).<\/p>\n<p><strong>Porto-Vecchio<\/strong>: Die Stadt (11.354 Einwohner) wird auch als das \u201eSaint-Tropez\u201c Korsikas bezeichnet und z\u00e4hlt dank der nahe gelegenen Traumstr\u00e4nde Palombaggia und Santa Giulia und dem interessanten Hinterland (Alta Rocca) zu den beliebtesten Urlaubsorten Korsikas. Fr\u00fcher verdienten die Einwohner der drittgr\u00f6\u00dften Stadt der Insel ihr Geld mit der Gewinnung von Salz. Die von Mauern umgebene Altstadt mit einem Labyrinth an Gassen umfasst ein 3 ha gro\u00dfes Areal und liegt rund zehn Minuten Fu\u00dfweg oberhalb der Marina. Die Genueser errichteten die Zitadelle 1540 auf einem Porphyrfelsen, der einen nat\u00fcrlichen Schutz vor Piratenangriffen bot. Einen sch\u00f6nen Blick genie\u00dft man von den Mauern, von der Porte Genoise, dem genuesischen Festungstor, aber auch von den Terrassen vieler Altstadtrestaurants. Am Hauptplatz Place de la R\u00e9publique erhebt sich die \u00c9glise Saint Jean-Baptiste. Auf den nahe gelegenen Salzmarschen w\u00e4chst heute die Korkeiche, der Kork wird vor allem nach Sardinien exportiert, wo er zu Souvenirs verarbeitet wird.<\/p>\n<p><strong>Sart\u00e8ne<\/strong>: Die auf einem H\u00fcgel errichtete Stadt (3.420 Einwohner) mit einem nahezu perfekt erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild verstr\u00f6mt bis heute eine etwas unheimliche Atmosph\u00e4re. Auf steilen Granitw\u00e4nden wurden hohe Stadth\u00e4user errichtet, steile Treppen und enge, verwinkelte Gassen sollten in unsicheren Zeiten vor \u00dcberraschungsangriffen sch\u00fctzen. Ab dem 13. Jahrhundert residierte hier das in <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/im-sueden-von-korsika-zaubehafte-buchten-und-hohe-berge\/\">S\u00fcdkorsika<\/a> m\u00e4chtige Adelsgeschlecht Della Rocca, das erst Anfang des 16. Jahrhunderts von den Genuesern verdr\u00e4ngt wurde. Neben den Belagerungen von au\u00dfen litt die Stadt aber auch sehr stark unter den Fehden der Familien der Stadt. In den 1830er-Jahren bek\u00e4mpften sich zwei von ihnen so blutig, dass die Bewohner die Fenster der unteren Stockwerke zumauerten. Die Fenster blieben bis heute verschlossen und sind der Grund daf\u00fcr, dass viele Stadth\u00e4user einen wehrhaften Charakter haben. In der \u00c9glise Sainte-Marie versuchte man schlie\u00dflich die verfeindeten Familien zum Abschluss von Friedensvertr\u00e4gen zu ermutigen. Zu den H\u00f6hepunkten des Jahres z\u00e4hlt die seit Jahrhunderten veranstaltete Karfreitagsprozession (U Catenacciu), bei der an die Kreuzigung erinnert wird. Sehensw\u00fcrdigkeiten in der Umgebung sind der Capu de Roccapina (torreanischer Kultplatz), die Megalithen von Cauria, die genuesische Br\u00fccke Spin a Cavallu (13. Jahrhundert) \u00fcber den Rizzanese sowie die eindrucksvollen Menhire U Frate e a Sora.<\/p>\n<h4>Ausflug in die Vergangenheit<\/h4>\n<p>Funde belegen, dass <a href=\"https:\/\/www.kompass.de\/regionen\/wandern-korsika\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"6\" title=\"Wandern auf Korsika\">Korsika<\/a> schon sehr fr\u00fch besiedelt war, der \u00e4lteste Fund, das Skelett der \u201eDame de Bonifacio\u201c, wird auf 6570 v. Chr. datiert. Mit Generalinspektor Prosper M\u00e9rim\u00e9e (Mitte des 19. Jahrhunderts) und Roger Grosjean (1955) schickte Frankreich zweimal Arch\u00e4ologen auf die Insel, um die Fundstellen und Exponate zu erfassen. Viele Funde waren jedoch im Laufe der Jahrtausende schon zerst\u00f6rt oder das Material anderweitig verwendet worden, andere liegen m\u00f6glicherweise noch immer unter der undurchdringlichen Macchia verborgen. Dank Grosjean wei\u00df man heute, dass die Insel schon vor \u00fcber 8.000 Jahren besiedelt war und dass es die ganzen Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung Verbindungen zu anderen Inseln und Regionen rund ums Mittelmeer gegeben haben muss. Grosjean teilte die Epoche der Megalithkulturen in drei Abschnitte: Megalithikum I (3200\u20132500 v. Chr.), Megalithikum II (2500\u20131600 v. Chr.) und Megalithikum III (1600\u20131000 v. Chr.). Zu den Funden aus dieser Epoche geh\u00f6ren Steinkistengr\u00e4ber, Menhire, Dolmen und Menhir-Reihen (alignements). Um 1600 v. Chr. tauchte im S\u00fcden Korsikas ein weiteres Volk auf, das auf der Insel wuchtige Felsburgen und T\u00fcrme baute und wegen seiner Turmbauten von den Arch\u00e4ologen \u201eTorreaner\u201c genannt wurde. Mit ihren Bronzeschwertern und Dolchen waren die Torreaner den Megalithv\u00f6lkern im Westen und in Zentralkorsika \u00fcberlegen. Deren Kultst\u00e4tten und Siedlungen wurden zerst\u00f6rt, die Menhire als Baumaterial f\u00fcr eigene torreanische Bauwerke verwendet. Dennoch ging die Kultur der Torreaner praktisch zeitgleich mit der des Volks des Megalithikums III um 1000 v. Chr. unter.<\/p>\n<h4>Bedeutende arch\u00e4ologische Fundst\u00e4tten in S\u00fcdkorsika<\/h4>\n<p><strong>Filitosa<\/strong>: Eindrucksvolle pr\u00e4historische Statuenmenhire (manche mit eingemei\u00dfelten Schwertern und Dolchen, zum Beispiel die Statue Filitosa V), die teilweise menschliche Gesichtsz\u00fcge tragen. Au\u00dferdem Nuraghen der Megalithkulturen sowie T\u00fcrme der Torreaner. Ausgrabungsst\u00e4tte und Museum.<\/p>\n<p><strong>Cucuruzzu und Castellu di Capula<\/strong>: Die gut erhaltenen torreanischen Kultst\u00e4tten liegen auf dem Plateau Pianu di Levie und waren vom 9. bis 4. Jh. v. Chr. bewohnt. Typisch f\u00fcr die Festungsanlagen war die Integration vorhandener Felsen. Bis zu 1 t schwere Felsbl\u00f6cke wurden hier zu m\u00e4chtigen T\u00fcrmen und Zyklopenmauern aufgeschichtet. Ein Statuenmenhir ist beispielsweise mit einem 94 Zentimeter langen Schwert bewaffnet.<\/p>\n<p><strong>Menhire und Dolmen von Cauria<\/strong>: Auf dem Plateau von Cauria wurden insgesamt 170 Monolithen gefunden: Die zwischen Weinbergen und Weiden liegende Menhirreihe von Stantari besteht aus elf Menhirstatuen in zwei Reihen, die teilweise mit Schwertern bewaffnete Krieger darstellen. Rund 50 Menhire finden sich in der Alignement de Renagui. Der bekannteste Dolmen ist der in der N\u00e4he liegende Dolmen de Fontanaccia. Er ist 2,6\u00a0Meter lang und 1,6 Meter hoch und von einer drei Tonnen schweren Grabplatte bedeckt. Alle Fundst\u00e4tten lassen sich von einem Parkplatz aus in zehn bis f\u00fcnfzehn Gehminuten erreichen.<\/p>\n<p><strong>Alignements de Palaggiu<\/strong>: Unter der Macchia liegen \u00fcber 250 Menhire, von denen nur ein Teil freigelegt ist. Sechs Menhirreihen wurden in Nord-S\u00fcd-Ausrichtung, eine in Ost-West-Richtung aufgestellt.<\/p>\n<p><strong>Castellu d\u2019Araggio<\/strong>: Die torreanische Steinfestung befindet sich am Rand des For\u00eat de l\u2019Ospedale oberhalb der Bucht von Porto-Vecchio. Die Festungsanlage wurde etwa 2000 v. Chr. errichtet und beeindruckt mit einer vier Meter hohen und zwei Meter breiten Ringmauer sowie mit Bastionen, Treppen und den Resten eines Turms. Orii Im 16. und 17. Jahrhundert bauten sich Sch\u00e4fer, die im hei\u00dfen Sommer von der K\u00fcste in die Berge zogen, Schutzr\u00e4ume beziehungsweise Lagerr\u00e4ume unter nat\u00fcrlichen \u00dcberh\u00e4ngen (Abri) oder in die Hohlformen der Tafoni. Leicht zu besichtigen sind der Oriu di Canni und der Oriu di Chera, beide liegen in Figari s\u00fcdlich von Sotta.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele H\u00f6hepunkte bietet Korsika dem geschichtlich, musikalisch und allgemein kulturell interessierten Urlauber. M\u00e4chtige Zitadellen in den Hafenst\u00e4dten, Wacht\u00fcrme auf Inseln und Landspitzen, romanische Kapellen und Kirchen sowie Br\u00fccken in den Gebirgst\u00e4lern sind die Stein gewordenen Zeugnisse der 200-j\u00e4hrigen Herrschaft der Pisaner (1077\u20131284) und der fast 500-j\u00e4hrigen Herrschaft der Genuesen (bis 1755) auf der Insel. 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