{"id":6942,"date":"2016-11-10T14:27:26","date_gmt":"2016-11-10T13:27:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=6942"},"modified":"2016-11-10T14:27:26","modified_gmt":"2016-11-10T13:27:26","slug":"im-sueden-von-korsika-zaubehafte-buchten-und-hohe-berge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/im-sueden-von-korsika-zaubehafte-buchten-und-hohe-berge\/","title":{"rendered":"Im S\u00fcden von Korsika: Zauberhafte Buchten und hohe Berge"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/wanderkarte\/dest\/30948-korsika\/\">S\u00fcdkorsika<\/a> ist unbestritten ein beliebtes Urlaubsziel; in den franz\u00f6sischen Sommerferien kann es da in den malerischen Gassen der Hafenst\u00e4dte (allen voran in Bonifacio) schon mal ganz sch\u00f6n eng werden. Doch wer im Fr\u00fchjahr oder Herbst die Insel besucht, wird von alledem nichts sp\u00fcren.<\/p>\n<p>2.800 Sonnenstunden im Jahr, Wassertemperaturen zwischen 24 \u00b0C im Hochsommer und 20 \u00b0C im Oktober, blendend wei\u00dfe Sandstr\u00e4nde, bizarre Felsformationen, kleine Inseln, t\u00fcrkisblaues, klares Wasser mit einer farbenpr\u00e4chtigen Meeresfauna \u2013 nicht von ungef\u00e4hr werden die s\u00fcdkorsischen Str\u00e4nde immer wieder mit der Karibik verglichen.<\/p>\n<p>Der Reiz Korsikas liegt in der unmittelbaren N\u00e4he von Meer und Hochgebirge, von kosmopolitischer Hafenatmosph\u00e4re und Geschichte und Tradition in den alten korsischen Bergd\u00f6rfern der Alta Rocca oder der Sartenais, wo sich scheinbar seit Jahrhunderten nicht viel ver\u00e4ndert hat und alles seinen gewohnten Gang geht.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Nordkorsika die Calanche de Piana ist, sind f\u00fcr den S\u00fcden die ber\u00fchmten wei\u00dfen Kreideklippen und die fjordartigen Einschnitte rund um Bonifacio. Und zu Recht z\u00e4hlen die wei\u00dfen Str\u00e4nde von Santa Giulia und Palombaggia bei Porto-Vecchio zu den sch\u00f6nsten der Insel. Wer die M\u00f6glichkeit hat, im Fr\u00fchjahr auf die Insel zu reisen, wird mit einem bet\u00f6renden Duft und bunten Farben beim Wandern durch die Macchia belohnt. Zistrosen, Ginster, Wei\u00dfer Affodil, Mastixstrauch,\u00a0 Myrte und Wacholder z\u00e4hlen neben stark duftenden Kr\u00e4utern zu den klassischen Vertretern der niederen Macchia. Zu den h\u00f6heren Pflanzen der Macchia geh\u00f6ren die Korkeiche, die Stieleiche und der Erdbeerbaum. Wer noch h\u00f6her hinauf\u00a0 steigt, wird auf die bis zu vierzig Meter hohe, oft windzerzauste Laricokiefer (Korsische Schwarzkiefer) sto\u00dfen, die zwischen 700 und 1.800 Meter w\u00e4chst. Auf dem Plateau de Coscione findet man zudem ausgedehnte Buchenbest\u00e4nde.\u00a0 Eukalyptus wurde im 19. Jahrhundert zum Trockenlegen von S\u00fcmpfen gepflanzt,\u00a0 unter anderem bei <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.91923,8.73863\">Ajaccio<\/a> und in den sumpfigen Ebenen der Ostk\u00fcste.<\/p>\n<h4>Parc Naturel \u00a0R\u00e9gional de la Corse<\/h4>\n<p>Rund vierzig Prozent Korsikas liegen im Regionalen Naturpark <a href=\"https:\/\/www.kompass.de\/regionen\/wandern-korsika\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"6\" title=\"Wandern auf Korsika\">Korsika<\/a> (Parcu di Corsica), das entspricht einer Gesamtfl\u00e4che von 3.500 Quadratkilometer. Zu den landschaftlichen Sehensw\u00fcrdigkeiten im S\u00fcden z\u00e4hlen unter anderem der For\u00eat de l\u2019Osp\u00e9dale, der For\u00eat de Bavella, die Region Alta Rocca, das obere Gravona-Tal und der For\u00eat de Vizzavona. Fischadler, Steinadler, Papageientaucher, Bartgeier und Kormorane sind hier ebenso beheimatet wie Mufflons. Der Park sch\u00fctzt die typischen Pflanzen der Macchia, aber auch die oberhalb von 1.500 Meter wachsenden Korsischen Schwarzkiefern.<\/p>\n<h4>Alta Rocca<\/h4>\n<p>F\u00fcr viele ist die 500 Quadratkilometer gro\u00dfe Mittelgebirgslandschaft im zentralen S\u00fcden eine der sch\u00f6nsten der Insel, vor allem aufgrund der landschaftlichen Vielfalt (markante Felsgipfel, karge Hochweiden, Macchia, Eichen- und Kiefernw\u00e4lder, uralte Oliven- und Kastanienhaine, Bergb\u00e4che), die man am besten zu Fu\u00df erkundet. Im Westen dominieren Eichenw\u00e4lder, im Osten die Pins Maritimes (Strandkiefern); Laubw\u00e4lder und Olivenb\u00e4ume pr\u00e4gen das Tal des Rizzanese. Imposante Kulisse im Nordosten sind die Aiguilles de Bavella am Col de Bavella. Ihren Namen (\u201ehohe Felsen\u201c) verdankt die Region dem Adelsgeschlecht der Della Rocca. Dank der H\u00f6he zwischen 1.000 und 1.800 Meter herrscht hier meist ein\u00a0 angenehmes Klima. Der Wanderweg Mare a Mare Sud durchquert die Alta Rocca, alternativ lassen sich die urigen Bergd\u00f6rfer auch im Rahmen von Tageswanderungen auf den Sentiers de l\u2019Alta Rocca erkunden. Eine Welt f\u00fcr sich sind die Hochweiden und die bergeries (Sch\u00e4fereien) des Plateau du Cuscione (Pianu di u Cuscione), des gr\u00f6\u00dften Hochplateaus der Insel. Schweine, Pferde, Rinder und Ziegen teilen sich hier die gr\u00fcnen Weiden. Typisch sind die vielen Wasserl\u00f6cher (pozzine oder pozzi), die durch kleine Wasserl\u00e4ufe verbunden sind.<\/p>\n<h4>Massif de Bavella<\/h4>\n<p>Im Bavella-Massiv mit seinen markanten roten Granitnadeln und -felsen endet der zentrale Gebirgszug, der <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/wanderkarte\/dest\/30948-korsika\/\">Korsika<\/a> von Norden nach S\u00fcden durchzieht. Sein Wahrzeichen sind die sieben Felsnadeln der <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.80954,9.21294\">Aiguilles de Bavella<\/a> (1.588 bis 1.848 Meter), die die Alta Rocca im Norden begrenzen. Der GR20 verl\u00e4uft s\u00fcdlich an den Spitzen vorbei, eine alpine Variante f\u00fchrt zu den T\u00fcrmen hinauf. Zu den geologischen Besonderheiten z\u00e4hlt das Trou de la Bombe, ein nat\u00fcrliches Loch in einer Felswand mit einer fantastischen Aussicht. Rund um die Bergspitzen erstreckt sich zwischen 500 und 1.300 m der For\u00eat de Bavella: Hier wachsen m\u00e4chtige Laricokiefern (Schwarzkiefern) sowie Zedern, Kastanienb\u00e4ume und Tannen, die teilweise nach verheerenden Waldbr\u00e4nden neu gepflanzt wurden. Viele der Kiefern sind vom Wind zerzaust und attraktive Fotomotive. Vom <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.79604,9.22437\">Col de Bavella<\/a> (1.218 Meter), den man \u00fcber die schmale D 258 erreicht, hat man die beste Sicht auf die Aiguilles de Bavella.<\/p>\n<h4>\u00celes Sanguinaires<\/h4>\n<p>Als Fortsetzung der Halbinsel <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=41.89518,8.60884\">Parata<\/a> am Nordwestende des Golfe de Ajaccio ziehen sich vier kleine felsige Porphyrinseln ins Meer\u00a0 hinein, die bei Sonnenuntergang in stimmungsvollem Rot leuchten. Rund drei\u00dfig Kilometer f\u00e4hrt man auf der Route des Sanguinaires von Ajaccio zur Halbinsel Pointe de la Parata, zwanzig Minuten sind es dann zu Fu\u00df bis zum genuesischen Wachturm Tour de la Parata (1550\u201351), von dem aus man den sch\u00f6nsten Blick auf die Inselgruppe genie\u00dft. Ein Leuchtturm und der Wachturm Tour Castelluccio stehen auf der gr\u00f6\u00dften Insel des Archipels, Grand Sanguinaires (Mezzu Mare), die als einzige einmal zeitweise bewohnt war (Quarant\u00e4ne-Lazarett f\u00fcr Korallenfischer aus Afrika, 1806). Der auf dem h\u00f6chsten Punkt der Insel (80 Meter) errichtete Leuchtturm (1870) warnt die Schiffe vor den vielen Riffen an der Nordwestspitze der Insel. Alle vier Inseln stehen unter strengem Naturschutz, allein auf Mezzu Mare leben 150 verschiedene Tierarten.<\/p>\n<h4>Les Falaises de\u00a0 Bonifacio<\/h4>\n<p>Die strahlend wei\u00dfen Kreidefelsen von Bonifacio z\u00e4hlen zu den Wahrzeichen Korsikas; die bis zu 75 Meter hohen Klippen erstrecken sich \u00fcber insgesamt 30 km. Sie sind durchsetzt mit unz\u00e4hligen H\u00f6hlen, Hohlr\u00e4umen, Grotten und Calanques (fjordartige Ein- schnitte). Bei Bonifacio hat man gleich zwei M\u00f6glichkeiten, sich die Kreidefelsen aus der N\u00e4he anzuschauen: Von der Altstadt f\u00fchrt die 187 Stufen lange Treppe L\u2019escalier du Roi d\u2019Aragon hinunter an den Fu\u00df der Felsen. Lohnenswert sind auch die in den Fels geschlagenen G\u00e4nge des Gouvernail de la Corse an der Spitze der Halbinsel.<\/p>\n<p>In Bonifacio werden Bootsfahrten zur Grotte Marine du Sdragonato mit ihrem mehrfarbigen Seeboden und in die fjordartigen Calanques angeboten. Bei guter Sicht ist im S\u00fcden jenseits der zw\u00f6lf Kilometer breiten Stra\u00dfe von Bonifacio (Bouches de Bonifacio) die Nordspitze Sardiniens zu sehen.<\/p>\n<h4>Promenade des Falaises<\/h4>\n<p>Fast schon ein Muss ist die Klippenwanderung, die an der Chapelle Saint-Roch am Fu\u00df der Zitadelle beginnt und zum Phare de Pertusato f\u00fchrt. Zun\u00e4chst hei\u00dft es Treppensteigen, um auf das Kreideplateau zu gelangen. Von oben genie\u00dft man einen herrlichen Blick auf die Stadt und ihre einzigartige Lage am Meer. Gleich zu Beginn f\u00fchrt der Weg an zwei heruntergebrochenen Felsen vorbei: Le Grain de Sable und La Gal\u00e8re. Der Sand,\u00a0 Erosionsmaterial der wei\u00dfen Klippen, ist hier fast schon blendend wei\u00df. Durch Macchia f\u00fchrt der Weg dann am Signalturm Semaphore de Pertusato vorbei, der rund ein Kilometer nordwestlich des Leuchtturms steht. Das Capo Pertusato markiert mit seinen hundert Meter abfallenden Klippen die S\u00fcdspitze Korsikas. Der f\u00fcr die Schifffahrt wichtige Leuchtturm strahlt dank einer 1000-Watt-Halogenlampe 46 Kilometer weit. Unweit des Leuchtturms f\u00fchrt ein Pfad hinunter zur Cala Fiumares. F\u00fcr die zehn Kilometer lange Strecke sollte man etwa drei Stunden Gehzeit einplanen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdkorsika ist unbestritten ein beliebtes Urlaubsziel; in den franz\u00f6sischen Sommerferien kann es da in den malerischen Gassen der Hafenst\u00e4dte (allen voran in Bonifacio) schon mal ganz sch\u00f6n eng werden. 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