{"id":6709,"date":"2016-11-01T15:58:22","date_gmt":"2016-11-01T14:58:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=6709"},"modified":"2016-11-01T15:58:22","modified_gmt":"2016-11-01T14:58:22","slug":"almwandern-und-mountainbiking-satt-im-gruenen-zillertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/almwandern-und-mountainbiking-satt-im-gruenen-zillertal\/","title":{"rendered":"Almwandern und Mountainbiking satt im gr\u00fcnen Zillertal"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"https:\/\/www.kompass.de\/regionen\/wandern-zillertal\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"12\" title=\"Wandern im Zillertal\">Zillertal<\/a> selbst liegt etwas im Schatten der Zillertaler Alpen. Zu Unrecht, denn in der kilometerbreiten, sattgr\u00fcnen Ebene zwischen Tuxer und <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/wanderkarte\/dest\/100207-kitzbueheler-alpen\/\">Kitzb\u00fcheler Bergen<\/a> ist besonders f\u00fcr Familien vom Biken bis zum Hiken alles angesagt, was Outdoor-Fun verspricht. Kurzum: das Zillertal ist ein Spielrevier \u2013 auch f\u00fcr gro\u00dfe Kinder. Pittoreske D\u00f6rfer abseits der \u00fcberlasteten Hauptstra\u00dfe und aussichtsreiche Panoramastrecken warten auf den Bergradler. Und Hangwege an den Flanken der meist eher sanft gerundeten Berge f\u00fchren den Wanderer zu bunten Almwiesen mit Sicht auf die Zinnen der Zillertaler Alpen.<\/p>\n<h4>Die familienfreundliche Seite des Zillertals<\/h4>\n<p>Vor dem Bau der Speicherseen in den Gr\u00fcnden der Zillertaler Alpen wurden die D\u00f6rfer des tiefliegenden Zillertals (am Talausgang nur 520 m) regelm\u00e4\u00dfig zur Schneeschmelze im Fr\u00fchsommer \u00fcberschwemmt. Sie liegen deshalb alle am Rand der ebenen Rasenfl\u00e4chen um das blaugr\u00fcne Band des inzwischen geb\u00e4ndigten Ziller. Ausweichen konnten die Bauern nur nach oben und so ziehen sich heute regelrechte Stra\u00dfend\u00f6rfer aus sonnengedunkelten Bauernh\u00f6fen entlang der steilen Talflanken dahin. Mit ihren tiefgr\u00fcndigen Verwitterungsb\u00f6den sind diese so fruchtbar, dass Bergm\u00e4hder und Streuobstwiesen noch voll bewirtschaftet werden. Man kann beim Wandern oder besser gesagt Flanieren den Bergbauern bei der Arbeit zuschauen. Beispielsweise auf den Fahr- und Wanderwegen zwischen Stummerberg und Rohrberg, Ortsteilen einer eigenst\u00e4ndigen Gemeinde, die 450 Meter hoch \u00fcber dem Tal liegt. Hier k\u00f6nnte man leben \u2013 zumindest f\u00fcr einige Tage auf einem der vielen Bauernh\u00f6fe, die Zimmer anbieten. F\u00fcr Familien ist das genial, denn w\u00e4hrend die Kinder sich auf dem Bauernhof besch\u00e4ftigen oder sich mit dem Zillertaler Kinderprogramm auf Schatzsuche begeben, k\u00f6nnen die Eltern mit der Kreuzjochbahn zur Rosenalm auffahren.<\/p>\n<p>Auf diese Weise k\u00fcrzt man die doch arg lange Wanderstrecke von Zell am Ziller (575 m) zum Kreuzjoch (2.558 m) ab \u2013 zumal der obere Teil etwas beschwerlich ist. Daf\u00fcr steht man auf einem wundersch\u00f6nen Aussichtseck: Im Norden vermischen sich die nahen Kitzb\u00fcheler Alpen mit den bleichen Ketten der Kalkalpen. Zu F\u00fc\u00dfen liegt das wundersch\u00f6ne Seenplateau der wilden Krimmel \u2013 leider ziemlich verschandelt durch die Liftmasten der Ende der 1990er Jahre durchgeboxten Skigebietsverbindung zwischen Zell und Gerlos. Im S\u00fcden verf\u00e4ngt sich der Blick hinter der dunklen Gerlossteinwand in einem prachtvollen Gewirr von spitzen Felszacken und scharfen Graten: den Zillertaler Alpen.<\/p>\n<p>Oberhalb von Zell liegt Hainzenberg am Hang, das neben der Wallfahrtskirche Maria Rast und einer idyllischen Rundwanderung nach Ramsau als besondere Attraktion ein Schaubergwerk zu bieten hat. Hier wurde ab dem 15. Jahrhundert von den Knappen der \u201eGewerkschaft\u201c Schwaz Gold abgebaut. In den Tuxer Bergen gegen\u00fcber sch\u00fcrften sie vor allem Kupfer, aber auch Blei und in F\u00fcgen sogar Eisenerz, das in Finsing verh\u00fcttet wurde. Das Zillertal war damals Teil eines Bergbaureviers, dessen Herz die H\u00fctte von Jenbach bildete, in der so ziemlich jedes Metall verarbeitet wurde.<\/p>\n<p>Von der Rosenalm l\u00e4sst sich auch auf dem Kapaunsh\u00f6henweg (Kapaunsjoch, 1.978 m) hoch \u00fcber dem Zillertal dahinwandern, mit Blick auf die weich gezeichneten Almberge der Tuxer Seite und die als schroffer Kamm gegen den Himmel geschnittene <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.33333,11.93333\">Sagtalerspitze<\/a> (2.241 m, auch Standkopf genannt). Die l\u00e4sst sich sowohl von Stumm-Gro\u00dfm\u00e4rz am Eingang des M\u00e4rzengrunds als auch weiter talaus von Hart als Bike &amp; Hike-Tour machen. Diese ist entsprechend dem Ortsnamen hart \u2013 1.650 H\u00f6henmeter, davon 600 H\u00f6henmeter zu Fu\u00df. Die meisten Biker begn\u00fcgen sich auf der Kitzb\u00fchler Seite des Zillertals lieber mit familienfreundlichen Wellness-Touren entlang der H\u00f6henstr\u00e4\u00dfchen oder mit Auffahrten zu bewirtschafteten Almen, in jedem Fall inklusive gro\u00dfer Jause. In Hart hat der Tourismsverband als weiteres Wellness-Angebot einen Vogellehrpfad eingerichtet, bei dem man an einem kleinen Wasserfall rasten kann, w\u00e4hrend die Spr\u00f6sslinge sich mit dem Bau von D\u00e4mmen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<h4>Biketrips und Wandertipps<\/h4>\n<p>Obwohl die Tuxer Seite des Zillertals sich etwas sanfter pr\u00e4sentiert, sind hier die Hardcore-Bikerouten konzentriert. Von F\u00fcgen (545 m) strampelt man an K\u00fchen und Blumenwiesen vorbei hoch nach F\u00fcgenberg. Wer sich hier nicht mehr taufrisch f\u00fchlt, kann die kleine Runde via Panoramaweg zur\u00fcck nehmen. Normalerweise nimmt man aber die Strecke zum Spieljoch ganz unter die R\u00e4der (Bergstation der Spieljochbahn 1.862 m), w\u00e4hrend sportlichere Biker weiterpowern, um nach anschlie\u00dfender Hike-Einlage auf dem Onkeljoch (2.066 m) zu stehen. Danach hat man sich eine Einkehr im Restaurant der Seilbahnstation wirklich verdient. Wer es einsamer haben will, der sollte am Abzweig zum Spieljoch geradeaus weiterfahren Richtung Gartalmhaus (1.849 m), zu dem es allerdings noch lange hinter ist.<\/p>\n<p>Die Bergsicht vom Onkeljoch ist eine echte Schau: Wuchtig springt gegen\u00fcber dem Inntal das Vordere Sonnenwendjoch des Rofans neben dem wie ein hohler Zahn \u00fcber Jenbach aufragenden Ebner Joch hervor. Und hinter den Kitzb\u00fcheler Alpen steht wie ein M\u00e4rchenschloss aus Kalk das Felsmassiv des Wilden Kaisers. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Beispielweise k\u00f6nnte man als Bergsteiger \u00fcber den \u2013 wie der Name sagt \u2013 nicht ganz einfachen Alpinsteig zum Kellerjoch (2.344 m) aufsteigen, um einen noch besseren \u00dcberblick zu haben. Oder man spaziert kurz \u00fcber den Knappensteig zum Schaubergwerk Ulpenalpe, um sich bei einer Stollenf\u00fchrung von der geradezu be\u00e4ngstigenden Weite des oberirdischen Panoramas zu \u201eerholen\u201c. Nach der rasanten <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/auf-zwei-raedern-durch-die-berge-mountainbiken-fuer-anfaenger\/\">Mountainbike<\/a>-Abfahrt flatternder Kleidung l\u00e4sst sich im Schwimmbad in F\u00fcgen oder in der Schauk\u00e4serei mit K\u00e4semuseum regenerieren. Ein Bummel auf dem Naturlehrpfad Marienberg durch k\u00fchlen Wald rundet den Tag ab.<\/p>\n<p>Weithin ber\u00fchmt ist das Zillertal f\u00fcr die Zillertaler H\u00f6henstra\u00dfe, eine Panoramastra\u00dfe bis in 2.020 Meter H\u00f6he, die von Ried oder Aschau bis Hippach die Ostabf\u00e4lle der Tuxer Berge quert. Wer sie mit dem Bike bef\u00e4hrt, gewinnt immer neue Einblicks-Facetten in das Panorama der Zillertaler Bergwelt, das sich vorm Lenker entfaltet. Fitte Wanderer werden lieber den Rundwanderweg von Riedberg zur Wetterkreuzspitze nehmen \u2013 eine Tagestour, die an einsamen Almen vorbei Richtung Skidorf Hochf\u00fcgen f\u00fchrt. Rosa Almrausch, gelbe Gamswurz und Kuhgel\u00e4ute geleiten zu einem Aussichtsr\u00fccken \u00fcber schroffer Talflanke, der eindeutig mehr Naturerlebnis bietet als die darunter durchf\u00fchrende Stra\u00dfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zillertal selbst liegt etwas im Schatten der Zillertaler Alpen. 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