{"id":6675,"date":"2016-10-31T12:08:17","date_gmt":"2016-10-31T11:08:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=6675"},"modified":"2016-10-31T12:08:17","modified_gmt":"2016-10-31T11:08:17","slug":"tourenbericht-wandern-am-koenigssee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/tourenbericht-wandern-am-koenigssee\/","title":{"rendered":"Tourenbericht: Wandern am K\u00f6nigssee"},"content":{"rendered":"<p>Smaragdgr\u00fcn, mit einer Wasserqualit\u00e4t die sich sehen lassen kann, liegt der K\u00f6nigssee fjordartig in Mitten des Berchtesgadener Lands. Fast zweihundert Meter tief und deswegen auch im Sommer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig k\u00fchl ist der langestreckte, von m\u00e4chtigen Felsw\u00e4nden eingerahmte Gebirgssee. Der st\u00e4ndig gegenw\u00e4rtige Alltagsstress ist wie weggeblasen, hat der K\u00f6nigssee einmal seine sch\u00fctzende Ruhe \u00fcber einen gelegt. Zahlreiche Wanderwege ziehen sich \u00fcber die Berge rund um den See, so auch die sch\u00f6ne Runde \u00fcber den Gr\u00fcnstein und hinunter nach St. Bartholom\u00e4.<\/p>\n<h4>\u00dcber den Gr\u00fcnstein nach St. Bartholom\u00e4 am K\u00f6nigssee<\/h4>\n<p>Wir parken unser Auto am gro\u00dfen Parkplatz in Sch\u00f6nau direkt am K\u00f6nigssee, holen uns noch ein Fr\u00fchst\u00fcck zum Mitnehmen in einem der zahlreichen Caf\u00e9s und warten auf den Bus. Denn unsere Tour endet zwar in Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee, doch starten werden wir in Hintersch\u00f6nau.<\/p>\n<h4>Von Hammerstiel auf den Gr\u00fcnstein Gipfel<\/h4>\n<p>Knappe zehn Minuten sp\u00e4ter f\u00fchrt uns unser Weg von Hintersch\u00f6nau Richtung Wanderparkplatz Hammerstiel. Hinter dem Informationsschild zum Nationalpark Berchtesgaden startet unser Aufstieg auf den Gr\u00fcnstein. Die ersten Meter laufen wir teilweise recht steil auf einem breiten Wanderweg, bis wir bald links auf einen Waldpfad abbiegen. Unsere gesamte Strecke marschieren wir auf dem dicht bewaldeten R\u00fccken des Gr\u00fcnsteins seinem Gipfel entgegen. Alle hundert H\u00f6henmeter informiert uns ein Schild \u00fcber die bereits zur\u00fcckgelegten und die noch vor uns liegenden H\u00f6henmeter \u2013 eine Herz-Kreislauf-Testwanderung. Vom Hammerstiel Parkplatz bis auf die Gr\u00fcnsteinh\u00fctte brauchen wir eine gute Stunde und werden f\u00fcr die geleisteten M\u00fchen mit einem ersten Ausblick auf den K\u00f6nigssee und die umliegende Bergpracht belohnt.<\/p>\n<p>Bevor wir in die, an diesem sonnigen Herbsttag, gut besuchte Gr\u00fcnsteinh\u00fctte einkehren, nehmen wir die letzten H\u00f6henmeter \u00fcber den Stichweg auf den Gr\u00fcnsteingipfel (1.306\u00a0m) mit und genie\u00dfen etwa zehn Minuten sp\u00e4ter einen Rundumblick: Berchtesgaden, Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee und der Jenner (1.874\u00a0m) auf der einen Seite, w\u00e4hrend in der anderen Richtung der Watzmann (2.713\u00a0m) und in weiterer Ferne sogar der Hochk\u00f6nig (2.941\u00a0m) zu sehen sind.<\/p>\n<h4>Vom Gr\u00fcnstein nach St. Bartholom\u00e4<\/h4>\n<p>Auf gekommenem Weg treten wir den kurzen Abstieg zur\u00fcck zur H\u00fctte an. Unser n\u00e4chstes Zwischenziel ist die K\u00fchrointh\u00fctte (1.420\u00a0m): Der Weg verl\u00e4uft wieder durch den Wald, \u00fcber Stock und Stein wandern wir die n\u00e4chste Stunde relativ angenehm, wenige H\u00f6henmeter trennen uns von der H\u00fctte und dem noch bevorstehendem, anstrengenden Rinnkendlsteig nach St. Bartholom\u00e4 hinunter. Mit Sicht auf die H\u00fctte er\u00f6ffnet sich gleichzeitig ein berauschender Blick auf das Watzmann-Massiv, der uns eine Zeitlang verweilen und ein paar Sonnenstrahlen einfangen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Von der K\u00fchrointh\u00fctte wandern wir den ersten Teil noch recht gem\u00fctlich bis zur Archenkanzel, von der aus man eine atemberaubende Aussicht auf den K\u00f6nigssee genie\u00dft. Der zweite Teil unseres Abstiegs nach St. Bartholom\u00e4 hinunter verl\u00e4uft auf dem Rinnkendlsteig. Steil und teilweise ausgesetzt verlangt dieser Steig noch einmal alle Konzentration. Drahtseilversicherte Passagen, kleine Treppenabschnitte aus morschem Holz und gr\u00f6\u00dfere Spr\u00fcnge zum Kraxeln machen diesen Abschnitt zum sehr abwechslungsreichen Highlight unserer Tour. Der wahnsinnige Blick auf den in Herbstfarben getauchten K\u00f6nigssee zieht einen magisch an.<\/p>\n<p>Schlussendlich haben wir es geschafft: Wir treten die letzten Meter aus dem Wald heraus und gelangen direkt ans Ufer des K\u00f6nigssees. Klamotten aus und ab in den See, zumindest die Hartgesottenen unter uns, denn sowohl Luft- als auch Wassertemperatur halten sich in Grenzen. Doch wer es schafft, hat alles richtig gemacht \u2013 die Erfrischung ist perfekt. Anschlie\u00dfen kehren wir f\u00fcr ein Wei\u00dfbier in die Gastst\u00e4tte St. Bartholom\u00e4 ein, bevor wir unsere Heimfahrt, zuerst mit dem Schiff zur\u00fcck nach Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee und dann weiter mit dem Auto antreten.<\/p>\n<p>Anfahrt mit dem Auto: Mit dem Auto aus dem Norden, Westen oder Osten erreicht man Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee \u00fcber die Bundesautobahn A8 M\u00fcnchen-Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, dann die B20 bis zum K\u00f6nigssee. Von S\u00fcden \u00fcber die Tauernautobahn, Ausfahrt Salzburg S\u00fcd, dann die B305 nach Berchtesgaden und die B20 zum K\u00f6nigssee.<\/p>\n<p>Anfahrt mit den \u00d6V: Mit dem Zug nach Berchtesgaden und anschlie\u00dfend mit dem Bus nach Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee: Vom Bahnhof Berchtesgaden geht es mit den Bussen der\u00a0RVO nach K\u00f6nigssee (Linie 841 und 842) und Sch\u00f6nau (Linie 842,\u00a0843 und\u00a0846).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smaragdgr\u00fcn, mit einer Wasserqualit\u00e4t die sich sehen lassen kann, liegt der K\u00f6nigssee fjordartig in Mitten des Berchtesgadener Lands. Fast zweihundert Meter tief und deswegen auch im Sommer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig k\u00fchl ist der langestreckte, von m\u00e4chtigen Felsw\u00e4nden eingerahmte Gebirgssee. Der st\u00e4ndig gegenw\u00e4rtige Alltagsstress ist wie weggeblasen, hat der K\u00f6nigssee einmal seine sch\u00fctzende Ruhe \u00fcber einen gelegt. 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