{"id":5744,"date":"2016-08-04T10:39:20","date_gmt":"2016-08-04T09:39:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=5744"},"modified":"2016-08-04T10:39:20","modified_gmt":"2016-08-04T09:39:20","slug":"die-hohe-rhoen-vom-vulkanismus-gepraegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/die-hohe-rhoen-vom-vulkanismus-gepraegt\/","title":{"rendered":"Die Hohe Rh\u00f6n: Vom Vulkanismus gepr\u00e4gt"},"content":{"rendered":"<p>Die <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=50.49611,10.04583\">Hohe Rh\u00f6n<\/a>, das ist das Herz der <a href=\"https:\/\/www.kompass.de\/regionen\/wandern-rhoen\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"31\" title=\"Wandern in der Rh\u00f6n\">Rh\u00f6n<\/a>. Hier erheben sich die h\u00f6chsten und bekanntesten Gipfel wie <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=50.50000,9.93333\">Wasserkuppe<\/a>, Kreuzberg und Milseburg, hier dehnen sich die beiden gro\u00dfen Moorgebiete &#8222;Schwarzes Moor&#8220; und &#8222;Rotes Moor&#8220; aus \u2013 allesamt beliebte Ausflugsziele in der Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Diese Ziele kann man gut von der Hochrh\u00f6nstra\u00dfe aus, die Bischofsheim und Fladungen verbindet, erreichen. Auf einer L\u00e4nge von rund zwanzig Kilometern f\u00e4hrt man in etwa 800 m H\u00f6he \u00fcber eine Hochebene, die kaum bewaldet und nahezu unbewohnt ist \u2013 hier wird klar, wie es zu dem Beinamen der Rh\u00f6n kam, dem viel zitierten &#8222;Land der offenen Fernen&#8220;. Gelegentlich passiert man einen Wanderparkplatz, von dem aus der n\u00e4chstgelegene Gipfel, wie zum Beispiel der Heidelstein, bestiegen werden kann. Abzweigende Stra\u00dfen f\u00fchren zu interessanten Sehensw\u00fcrdigkeiten wie Basaltsee und Gangolfsberg, wo sich die vulkanische Vergangenheit der Rh\u00f6n in eindrucksvollen Basalts\u00e4ulen zeigt.<\/p>\n<h4>Von Lava bedeckt<\/h4>\n<p>Wasserkuppe, Dammersfeldkuppe, Kreuzberg, Heidelstein, Stirnberg \u2013 sie sind die f\u00fcnf h\u00f6chsten Berge der Rh\u00f6n, alle \u00fcber 900 m hoch, und sie liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Hohe Rh\u00f6n oder auch Hochrh\u00f6n wird deshalb diese Region genannt, ein breiter Gebirgszug, an dem alle drei Bundesl\u00e4nder \u2013 Hessen, Bayern und Th\u00fcringen \u2013 Anteil haben. Das eigentliche Zentrum ist die Lange Rh\u00f6n mit dem <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=50.46056,10.00806\">Heidelstein<\/a> (923 m). Dieses flach gewellte Hochplateau lag im Terti\u00e4r (vor ca. 50 bis 30 Millionen Jahren) im Zentrum der vulkanischen T\u00e4tigkeit. In langen Spalten, so wird vermutet, drang d\u00fcnnfl\u00fcssiges Magma nach oben. Die Lava breitete sich \u00fcber die damalige Landoberfl\u00e4che aus wie eine Decke, die bis heute erhalten ist. Dadurch grenzt sich dieser Hauptkamm zur S\u00fcdrh\u00f6n und zur Vorderrh\u00f6n durch eine bis zu 200 m hohe Landstufe deutlich ab.<\/p>\n<p>In die Flanken dieses Gebirgszugs nagten sich Fl\u00fcsse ein, unter anderem Ulster, Sinn und Brend, und l\u00f6sten dadurch Gebirgsst\u00f6cke aus der Hochfl\u00e4che heraus. N\u00f6rdlicher Ausl\u00e4ufer ist der Ellenbogen (813 m). Deutlich abgesetzt vom Hauptkamm ist das so genannte Abtsrodaer Gebirge mit dem h\u00f6chsten Rh\u00f6n-Gipfel, der Wasserkuppe (950 m). Die s\u00fcdlichen Ausl\u00e4ufer bilden die Dammersfeldkuppe (928 m) und der Kreuzberg (928 m) sowie die Schwarzen Berge (Totnansberg, 839 m).<\/p>\n<h4>Im Vulkanschlot erstarrt<\/h4>\n<p>Anders verlief die Entstehung der zahlreichen Kuppen. Hier drang glutfl\u00fcssiges Magma in Vulkanschloten nach oben, blieb jedoch im Vulkanschlot stecken und erstarrte zu wabenf\u00f6rmigen Basalts\u00e4ulen \u2013 ein Vorgang, der nur unter der Erdoberfl\u00e4che stattfindet. Bis zu 500 solcher Durchbr\u00fcche wurden in der Rh\u00f6n gez\u00e4hlt. Es entstanden dadurch Erhebungen, die von Sedimenten \u00fcberlagert waren. \u00dcber Jahrmillionen wurden diese durch Erosion abgetragen und es entstanden die typischen Kuppen. Durch eine weitere Hebung der Rh\u00f6n um rund 100 m liegen diese Basaltfl\u00f6ze nicht auf dem Berg auf, sondern treten an den Seiten aus. Meist stehen die Basalts\u00e4ulen senkrecht, am Gangolfsberg jedoch liegen sie horizontal.<\/p>\n<h4>Durch K\u00e4lte zerm\u00fcrbt<\/h4>\n<p>Noch vor zwei Millionen Jahren ragten die &#8222;Vulkanruinen&#8220; als m\u00e4chtige Felsen in den Himmel. Doch den extremen Temperaturen w\u00e4hrend der Eiszeiten konnte auch dieses harte Gestein nicht standhalten. Die Basalts\u00e4ulen zerbrachen und rutschten ab, wodurch die heutigen Basaltblockmeere entstanden. In diesen Ger\u00f6llbergen Wurzeln zu schlagen, gelingt den wenigsten Pflanzen, weshalb sie nur von Moosen und Flechten bewachsen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hohe Rh\u00f6n, das ist das Herz der Rh\u00f6n. Hier erheben sich die h\u00f6chsten und bekanntesten Gipfel wie Wasserkuppe, Kreuzberg und Milseburg, hier dehnen sich die beiden gro\u00dfen Moorgebiete &#8222;Schwarzes Moor&#8220; und &#8222;Rotes Moor&#8220; aus \u2013 allesamt beliebte Ausflugsziele in der Rh\u00f6n. 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