{"id":5628,"date":"2016-07-27T09:06:12","date_gmt":"2016-07-27T08:06:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=5628"},"modified":"2016-07-27T09:06:12","modified_gmt":"2016-07-27T08:06:12","slug":"hoch-hinaus-spannende-klettersteige-am-arlberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/hoch-hinaus-spannende-klettersteige-am-arlberg\/","title":{"rendered":"Hoch hinaus: Spannende Klettersteige am Arlberg"},"content":{"rendered":"<p>Im Norden der Arlberg-Region findet ihr zwei der &#8222;gro\u00dfen&#8220; Eisenwege der <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/high-life-klettersteige-gesicherte-routen-in-den-allgaeuer-alpen\/\">Allg\u00e4uer Alpen<\/a>: Der wohl bekannteste, ganz sicher jedoch einfachste von ihnen ist der Heilbronner Weg, der die Rappenseeh\u00fctte mit der Bockkarscharte verbindet. So charakterisiert ihn Klettersteigpapst Eugen E. H\u00fcsler in seinem Klettersteigatlas Alpen: &#8222;Wer kennt sie nicht, die klassische &#8218;Haute Route&#8216; der Allg\u00e4uer Alpen? Generationen von Bergfreunden war sie ein Begriff, unz\u00e4hlige Nagelschuhe, Bergstiefel und Trekking-Boots haben den Weg kennen gelernt, Steine rund geschliffen. Und um die lange Leiter am Grat des Steinschartenkopfs, der den h\u00f6chsten Punkt am Weg markiert, ranken sich kleine Legenden.&#8220; Man sollte ihn also einmal gemacht haben, vielleicht mit dem H\u00fcttenzustieg von Warth (3,5 h), im Zuge des \u00dcbergangs zur Kemptner H\u00fctte (5-6 h) und mit dem Abstieg nach Holzgau im Lechtal (2,5 h) \u2013 aber wenn m\u00f6glich nicht w\u00e4hrend der Hochsaison, denn da kommen viele auf diese Idee!<\/p>\n<p>Schwieriger zeigt sich der Mindelheimer Klettersteig, die luftige und drei Stunden lange Gratroute von der Fiderepassh\u00fctte zur Mindelheimer H\u00fctte. Auch hier gibt es mitunter h\u00f6chst lebhaften Betrieb. Bei der \u00dcberschreitung von vier Gipfeln und etlichen anregenden Eisen-Passagen kommt keine Langeweile auf, auch der Zustieg vom Mittelberger Ortsteil Schwendle (2,5-3 h) und der finale Abstieg dorthin (1,5 h) sind landschaftlich sehr reizvoll. Unter Einbindung des Krumbacher H\u00f6henweges l\u00e4sst sich der Mindelheimer sogar in eine wunderbare Rundtour einbinden.<\/p>\n<p>Daneben findet man in den Allg\u00e4uer Alpen und im <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.19000,9.99000\">Lechquellengebirge<\/a> mehrere k\u00fcrzere, meist eher einfachere Eisen-Passagen \u2013 etwa am Hochstarzel, an der Hinteren Untschenspitze im S\u00fcdwesten des Kleinwalsertals oder am Weimarer Steig auf die Braunarlspitze. Als Klassiker unter den Eisenwegen im Vorarlberger Bereich des Kartenblatts gilt der Alpenvereinssteig auf den 2.403 m hohen Zitterklapfen, dem W\u00e4chter \u00fcber dem Gro\u00dfen Walsertal. Der Zugang beginnt bei Schoppernau an der Bregenzerach und f\u00fchrt durch das D\u00fcrrenbachtal bis unter die T\u00f6belalpe; von dort rechts durch ein Schuttkar auf den Grat, der mit gesicherten und freien Kletterpassagen (I\u2013II) aufwartet (5 h). Ein weiteres Klettersteig-Zuckerl bietet die Bergwelt um Warth: Ab der Bergstation der Steffisalpbahn f\u00fchrt eine leichte gesicherte Gratroute auf das Karhorn. Eineinhalb bis zwei Stunden sind f\u00fcr dieses aussichtsreiche Vergn\u00fcgen zu veranschlagen.<\/p>\n<p>Zu einem wahren Ferrata-Hot-Spot hat sich das Arlberggebiet entwickelt: Der sehr schwierige Arlberger Klettersteig, f\u00fcr den etwa 500 Haken, 1.050 Seilklemmen und mehr als zwei Kilometer Drahtseil aufgewendet wurden, bietet ein eisenhaltiges Vergn\u00fcgen auf einem hochalpinen Grat. Die Tour beginnt bei der Seilbahnstation auf dem <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.15609,10.21794\">Vallugagrat<\/a> und f\u00fchrt als luftige und stellenweise Kraft raubende, aber gut gesicherte Panoramaschaukel zur Wei\u00dfschrofenspitze (4,5 h). Steiler und ebenfalls gesicherter Abstieg zur Seilbahn-Bergstation auf dem Kapall (1-1,5 h). Achtung: Nicht bei <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/blitz-und-donner-schutz-vorm-gewitter-in-den-bergen\/\">Gewittergefahr<\/a> gehen \u2013 und erkundigt euch vor der Tour \u00fcber die Betriebszeiten der beiden Bergbahnen!<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber, im Verwallgebirge, erwartet euch etwas Besonderes: der erste Arlberger Winterklettersteig, der vom St. Antoner Skigebiet Rendl auf die Vordere Rendlspitze zieht. Ziemlich schwierig und ausgesetzt, aber gut gesichert und gerade bei Schneelage gut begehbar \u2013 zumindest wenn die Stahlseile nicht unter der wei\u00dfen Pracht liegen. So geht es also mit den Ski am Rucksack von der Riffelscharte \u00fcber den Gipfel bis zur Mitterkarspitze (etwa 1,5 h). Von der nahen Ro\u00dffallscharte locken zwei tolle Tourenabfahrten durch hochalpines Gel\u00e4nde, entweder nach Westen ins Skigebiet oder ostw\u00e4rts durch das Malfontal \u2013 nur bei sicheren Schneeverh\u00e4ltnissen! Doch zur\u00fcck in die Lechtaler Alpen: Dort fasziniert \u2013 neben etlichen kleinen gesicherten Passagen \u2013 vor allem der technisch einfache, aber sehr lange und hochalpine Augsburger H\u00f6henweg zwischen der Augsburger und der Ansbacher H\u00fctte (8-10 h). Eisfelder, Steinschlaggefahr und der oft untersch\u00e4tzte Gesamt-H\u00f6henunterschied rund um die Parseier Spitze verlangen neben den Klettersteig-Tugenden auch viel alpine Erfahrung und gute Kondition.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Norden der Arlberg-Region findet ihr zwei der &#8222;gro\u00dfen&#8220; Eisenwege der Allg\u00e4uer Alpen: Der wohl bekannteste, ganz sicher jedoch einfachste von ihnen ist der Heilbronner Weg, der die Rappenseeh\u00fctte mit der Bockkarscharte verbindet. So charakterisiert ihn Klettersteigpapst Eugen E. H\u00fcsler in seinem Klettersteigatlas Alpen: &#8222;Wer kennt sie nicht, die klassische &#8218;Haute Route&#8216; der Allg\u00e4uer Alpen? 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