{"id":5544,"date":"2016-07-13T13:38:42","date_gmt":"2016-07-13T12:38:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=5544"},"modified":"2016-07-13T13:38:42","modified_gmt":"2016-07-13T12:38:42","slug":"der-mann-aus-dem-eis-oetzis-erben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/der-mann-aus-dem-eis-oetzis-erben\/","title":{"rendered":"Der Mann aus dem Eis \u2013 \u00d6tzis Erben"},"content":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens seit dem 19. September 1991 sind die \u00d6tztaler Alpen auch Nicht-Bergsteigern ein Begriff: An diesem Tag fand das N\u00fcrnberger Ehepaar Simon die mumifizierte Leiche eines Mannes, die der abschmelzende <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/extreme-gletscherschmelze-in-diesem-sommer\/\">Niederjochferner<\/a> beim Tisenjoch nahe der\u00a0<a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=46.76371,10.88068\">Similaunh\u00fctte<\/a> freigab. Bald stellte sich heraus, dass der Tote rund 5300 Jahre lang vom Gletschereis konserviert worden war. &#8222;\u00d6tzi&#8220;, wie er bald liebevoll-ironisch genannt wurde, war also in der Jungsteinzeit ums Leben gekommen. Aber wie? M\u00f6glicherweise durch Mord, denn in seiner linken Schulter entdeckte man eine Pfeilspitze, man fand aber auch Schnittwunden in seiner Haut und Serienrippenbr\u00fcche.<\/p>\n<h4>Wer war der &#8222;Mann vom Similaun&#8220;?<\/h4>\n<p>Gegen diese These spricht, dass ihm so wertvolle Utensilien wie eine B\u00e4renfellm\u00fctze, ein Beil mit Kupferklinge, ein Dolch und ein Bohrer aus Feuerstein, eine Knochennadel oder ein 182 cm langer, jedoch noch unfertiger Eibenholzbogen samt 14 Pfeilsch\u00e4ften nicht entwendet wurden. Man verglich \u00d6tzis Ausr\u00fcstung mit Grabausstattungen aus der Kupferzeit: Blo\u00df ein einziges Grab aus der Zeit zwischen 3400 und 2900 v. Chr. war mit \u00e4hnlichen Utensilien ausgestattet. Auch \u00d6tzis vergleichsweise hohes Alter \u2013 er starb mit etwa 47 Jahren \u2013 und die Tatsache, dass er t\u00e4towiert war, k\u00f6nnten Hinweise darauf sein, dass es sich um eine besondere Pers\u00f6nlichkeit handelte. War \u00d6tzi ein H\u00e4uptling oder ein Schamane? Und wurde er etwa rituell geopfert? Beispiele daf\u00fcr sind aus einigen Kulturen in den Bergen der Welt bekannt. Nat\u00fcrlich ging man auch der Frage nach, woher \u00d6tzi eigentlich kam. Untersuchungen lassen darauf schlie\u00dfen, dass er aus dem Gebiet des heutigen S\u00fcdtirol stammt. Forscher des University College London und des Regionalkrankenhauses Bozen stellten fest, dass seine Gene im Wesentlichen mit denen der heutigen Bev\u00f6lkerung \u00fcbereinstimmen. Ganz andere Aspekte bringt der \u00d6tztaler Bergbauer, Dichter und Forscher Hans Haid in die Diskussion: Schon alte Sagen aus dem \u00d6tztal berichten von einem Mann, der im \u201eHinteren Eis\u201c verschwunden ist. Er soll sich auf der Jagd nach G\u00e4msen ins Reich der Saligen vorgewagt haben. Diese geheimnisumwitterten Frauen treten in der Mythologie oft als Dreiheit auf \u2013 von den r\u00f6mischen Parzen bis zu den katholischen Heiligen Katharina, Barbara und Margaretha, den &#8222;drei heiligen Madln&#8220;. Die Matriarchatsforschung weist diesen Gestalten eine besondere Bedeutung zu: Die jungsteinzeitliche Hirtenkultur war m\u00f6glicherweise keineswegs so fest in M\u00e4nnerhand, wie dies heute gemeinhin postuliert wird. Die Sagen best\u00e4tigen jedenfalls, was die Wissenschaft nach und nach zutage f\u00f6rdert: Die \u00d6tztaler Alpen sind eine uralte und reichhaltige Kulturlandschaft. Man fand geheimnisvolle Schalensteine mit ausgeriebenen N\u00e4pfchen und Ritzzeichen, etwa im Windachtal, hinter Mechthilds Almh\u00fctte auf der Lenzenalm bei <a class=\"tour_destination_coord\" href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=46.87016,11.02730\">Obergurgl<\/a>, am &#8222;Teufelsfelsen&#8220; bei Heiligkreuz im Ventertal, am Mutsbichl bei Vent, im Tisental, am Finailsee im Schnalstal oder bei den Spronser Seen hoch \u00fcber Meran. Besonders interessante Zeugnisse der Urgeschichte sind oberhalb von Vent zu sehen: Im Niedertal liegt beispielsweise der \u201eHohle Stein\u201c, ein riesiger Felsblock mit Bearbeitungsspuren, der mehreren Menschen Schutz vor Wind und Wetter bietet. Forscher fanden dort bis zu 8000 Jahre alte Splittersteine aus dem S\u00fcden der Alpen, aber auch Bergkristallspitzen, die aus dem Bereich der Tauern oder dem Engadin stammen. Weiter oben, auf der \u201eKaser\u201c in der N\u00e4he der verfallenen Ochsenalmh\u00fctte, wo es nach der \u00dcberlieferung eine &#8222;verfluchte Alm&#8220; gab, staunt man \u00fcber Steinreihen mit Menhiren (aufgerichteten Steinen, deren Bezeichnung aus dem Bretonischen kommt: men = Stein und hir = lang). Durch das Niedertal f\u00fchrt der Weg \u00fcber das Tisenjoch in den gleichnamigen Seitenast des Schnalstals, wo auf einer abgelegenen Verebnung oberhalb der Waldgrenze rund angelegte Trockensteinmauern entdeckt wurden. Man deutet dieses &#8222;Schneckenhaus&#8220; oder &#8222;Labyrinth&#8220;, wie es die Einheimischen nennen, als Kultst\u00e4tte aus der Jungsteinzeit.<\/p>\n<h4>Mit den Schafen \u00fcber den Alpenhauptkamm<\/h4>\n<p>Auf jeden Fall ist im Raum Vent die Nutzung durch Menschen seit 10.000 Jahren nachweisbar; die Beweidung erfolgt, wie Pollenanalysen bei Obergurgl ergeben haben, seit 6.200 Jahren. Wahrscheinlich wurden schon damals Schafherden aus dem S\u00fcden auf die Weidegr\u00fcnde des innersten \u00d6tztals getrieben. Diese saisonalen Schaftriebe finden heute noch statt: Jedes Jahr im Juni ziehen etwa 1.900 Tiere \u00fcber das vergletscherte Niederjoch (3.016 m), rund 1500 kommen \u00fcber das Hochjoch (2.810 m), 1500 bis 2000 wandern \u00fcber das Timmelsjoch (2.478 m). Auf den hoch gelegenen Weiden im Norden des Alpenhauptkammes besitzen S\u00fcdtiroler Bauern seit jeher gro\u00dfe Weiden. Im September geht es wieder in die heimatlichen H\u00f6fe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Es ist wohl kein Wunder, dass sich viele \u201eKultpl\u00e4tze\u201c an den Wanderrouten der Schafe finden. Auf diesen Routen kamen auch die Ersten, die sich schlie\u00dflich im Gebiet von Vent sesshaft machten. Sie d\u00fcrften zum r\u00e4tischen Volksstamm der Venosten geh\u00f6rt haben, ebenso wie die Breonen, die vereinzelt aus dem Inntal \u00fcber die Pillerh\u00f6he ins Pitztal wanderten. 1992 entdeckte man auf dieser Anh\u00f6he zwischen Wenns und Prutz einen Brandopferplatz, der in die mittlere Bronzezeit zur\u00fcckweist \u2013 da den G\u00f6ttern dort Tiere und Feldfr\u00fcchte dargebracht wurden, musste es damals schon Siedlungen in der Umgebung gegeben haben. Tats\u00e4chlich entdeckte man bei Roppen eine bronzezeitliche H\u00f6hensiedlung, aber auch hallstattzeitliche Relikte bei Oetz und Haiming.<\/p>\n<h4>Die Eroberung der T\u00e4ler<\/h4>\n<p>Im Jahre 15 v. Chr. eroberten die R\u00f6mer den Alpenraum und damit auch das Gebiet der R\u00e4ter, das zu einer r\u00f6mischen Provinz wurde. Nach und nach nahmen die Alteingesessenen die lateinische Sprache, die Lebensweise der neuen Siedler und schlie\u00dflich auch die christliche Religion an. An diese Epoche erinnern noch etliche romanische Orts- und Flurnamen, etwa jene der Hohen Mut bei Obergurgl (motta = H\u00fcgel), der Fundusalm (fundus = Talboden) oder des Timmelsjochs (tumulus = Anh\u00f6he). Ab 550 drangen die aus dem Alpenvorland kommenden Baiern in das 80 km lange \u00d6tztal, das 40 km lange Pitztal und das 30 km lange Kaunertal ein. Mit ihnen begann die intensivste Siedlungswelle in den \u00d6tztaler Alpen. Ihre fr\u00fchesten urkundlichen Zeugnisse weisen ins 12. Jahrhundert zur\u00fcck: 1150 wird S\u00f6lden als &#8222;Seldon&#8220; genannt (selda bedeutete so viel wie kleinste b\u00e4uerliche Besitzgr\u00f6\u00dfe), 1163 das \u00d6tztal (&#8222;Ezital&#8220;) und 1265 das &#8222;Puzzental&#8220; (Pitztal). An die Kulturlandgewinnung durch die Brandrodung erinnern heute noch die Namen der Weiler Brand bei L\u00e4ngenfeld im \u00d6tztal oder Brennwald im Pitztal. Die Grundherren \u2013 neben dem Landesf\u00fcrsten die Herren von Schwangau bei F\u00fcssen, von Starkenberg bei Tarrenz, von Montalban bei Meran sowie die Kl\u00f6ster Stams und Frauenchiemsee \u2013 f\u00f6rderten mit verschiedenen Privilegien die Gr\u00fcndung von hoch gelegenen Schwaigh\u00f6fen, auf denen man vor allem von der Viehwirtschaft lebte. Auf manchen dieser Anwesen, etwa im Weiler Farst, der \u00fcber einer 500 m hohen Felsflanke bei Umhausen &#8222;klebt&#8220;, fristeten so genannte Zieferbauern ihr Dasein, die nur Kleinvieh wie Ziegen und Schafe hielten. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts, als sich das Klima verschlechterte, wurden die meisten Schwaigh\u00f6fe wieder verlassen und nur mehr als Almen genutzt. Einige von ihnen, etwa die mehr als 2000 m hoch gelegenen Rofenh\u00f6fe bei Vent, werden aber bis heute dauernd bewirtschaftet.<\/p>\n<h4>Bedrohungen von oben<\/h4>\n<p>Leicht war das Leben der Siedler im \u00d6tztal genauso wenig wie im Pitz- oder im Kaunertal: Hungersn\u00f6te und \u00dcberbev\u00f6lkerung zwangen die Menschen immer wieder zum Auswandern. Allein die Geologie sorgte f\u00fcr so manches Hindernis: Die eiszeitlichen Gletscher hatten die Bergflanken vor allem in ihrem unteren Bereich stark abgesch\u00fcrft \u2013 nach ihrem Abschmelzen verlor der Fels sein Widerlager, was zu Bergst\u00fcrzen f\u00fchrte. Der gewaltigste davon ereignete sich vor ca. 8.000 Jahren zwischen Umhausen und L\u00e4ngenfeld: Oberhalb des heutigen Weilers K\u00f6fels brach Felsmaterial in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 2,2 km\u00b3 ab, bedeckte eine Fl\u00e4che von 12 km\u00b2 und staute auf der jenseitigen Talseite den Niederthaibach auf. Dieser grub sich ein neues Bett und schuf dabei den Stuibenfall, den h\u00f6chsten Wasserfall Tirols. Im L\u00e4ngenfelder Becken bildete sich ein Stausee, der nach und nach verlandete, und die \u00d6tztaler Ache fr\u00e4ste sich die 3 km lange Maurachschlucht aus. Die unvorstellbare Reibungshitze beim Abgleiten der Gesteinsmassen f\u00fchrte sogar zur Bildung von vulkanisch anmutendem Bimsstein. Auch im Norden des Tals donnerten riesige Gesteinsmassen zu Tal, etwa vom Tschirgantmassiv auf den M\u00fcndungsbereich der \u00d6tztaler Ache oder im S\u00fcden von Oetz, wo das abgest\u00fcrzte Gestein den Fluss \u00fcber die rauschenden Achst\u00fcrze zwingt. Allein schon diese unwegsamen Engstellen behinderten die Besiedelung vom Inntal aus ganz erheblich. Wer es schaffte, sich drinnen anzusiedeln, war st\u00e4ndig von Steinschlag, Muren, Lawinen und \u00dcberschwemmungen bedrohnt: Wider und wieder waren Tote zu beklagen, und f\u00fcr die fast allt\u00e4gliche Beseitigung von Verw\u00fcstungen gibt es bis heute sogar ein eigenes Zeitwort: &#8222;muremachen&#8220;.<\/p>\n<h4>Die Gletscher dringen vor<\/h4>\n<p>Am oberen Ende des Tals drangsalierte das Eis die Menschen. Die bis zu 300 m m\u00e4chtigen Ferner der \u00d6tztaler Alpen bedecken eine Gesamtfl\u00e4che von fast 300 km\u00b2 \u2013 und sie sind st\u00e4ndigen klimatischen Ver\u00e4nderungen ausgesetzt. Untersuchungen von Holzst\u00fccken aus abschmelzenden Gletschern zeigen, dass das &#8222;ewige Eis&#8220; im Lauf der Zeit mehrmals fast verschwunden sein muss. Andererseits stie\u00dfen die Gletscher nach k\u00e4lteren Perioden immer wieder weit vor, zuletzt um die Jahre 1600, 1680, 1770 und 1850, als sie ihren letzten H\u00f6chststand erreichten. Sperrte eine Gletscherzunge dabei ein Nachbartal ab, so bildete sich oft ein tempor\u00e4rer Stausee. Im Falle des Vernagtferners oberhalb von Vent sind derartige Vorg\u00e4nge aus allen oben genannten Vorsto\u00dfperioden belegt. Auch der Gurgler Ferner und Gletscher im Pitztal hinderten immer wieder Seitenb\u00e4che am Abflie\u00dfen, wobei bis zu 1,5 km lange Eisseen entstanden. Wurde der Wasserdruck zu gro\u00df, brach der Gletscherdamm \u2013 gewaltige Flutwellen durch das ganze Tal bis zum Inn hinaus waren die Folge. Die Bev\u00f6lkerung sah in diesen Katastrophen Werke des Teufels und versuchte, sie mit Bittprozessionen und Messen am Gletscherrand zu bannen.<\/p>\n<p>1601 fertigte vermutlich der Hofbauschreiber Abraham J\u00e4ger eine erstaunlich pr\u00e4zise Darstellung des Eissees am Vernagtferner an \u2013 dies ist die \u00e4lteste bekannte Gletscherzeichnung der Welt. Nach dem dramatischen Ausbruch des Jahres 1771 folgte die erste wissenschaftliche Abhandlung \u00fcber die \u00d6tztaler Ferner, verfasst vom Wiener Geistlichen und Mathematiker Josef Walcher. Somit z\u00e4hlt die \u00d6tztaler Eiswelt zu den am fr\u00fchesten untersuchten Gletschergebieten der Welt. Heute bedient sich die Glaziologie modernster technischer Hilfsmittel. So erstellte z. B. der Schriftsteller Norbert Gstrein, ein geb\u00fcrtiger Venter, als Diplomarbeit ein Computerprogramm f\u00fcr die Auswertung von Gletschervermessungen.<\/p>\n<h4>Auf das Dach Tirols<\/h4>\n<p>Im Zuge der Hochgebirgsforschungen entstanden in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts die ersten genauen Karten der Gletscherregion, die nicht zuletzt auch den Alpinpionieren als unverzichtbare Hilfsmittel dienten. Einer der ersten Bergsteiger in den \u00d6tztaler Alpen war der k. u. k. Offizier Franz von Hauslab, der 1811 den sp\u00e4ter nach ihm benannten Hauslabkogel \u00fcber dem Niedertal erstieg. Der Wiener Hofkammerbeamte Josef Kyselak, der seinen Namenszug auf alle m\u00f6glichen Stellen malte, wanderte 1829 auf dem 500 Jahre alten Saumweg \u00fcber das Timmelsjoch. Vier Jahre sp\u00e4ter standen Josef Raffeiner und der Schnalser Pfarrer Kaserer auf dem Similaun, 1861 gelang J. A. Specht mit zwei Begleitern die erste verb\u00fcrgte Ersteigung der Wei\u00dfkugel. Den S\u00fcdgipfel der Wildspitze erreichte wahrscheinlich Leander Klotz &#8222;mit einem Venter Bauern&#8220; im Jahre 1848, auf dem etwas h\u00f6heren Nordgipfel stand der Bergf\u00fchrer vom Rofenhof ganz sicher anno 1861. Die erste &#8222;touristische Ersteigung&#8220; dieses Hauptgipfels der \u00d6tztaler Alpen vermeldet die Chronik aus dem Jahre 1870, und zwar durch Moritz von Statzer und Franz Senn, die von Alois Ennemoser und Gabriel Spechtenhauser gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig begannen Reiseschriftsteller wie Ludwig Steub oder Heinrich Noe die Sch\u00f6nheit der \u00d6tztaler Alpen zu preisen. 1830 stand bereits eine erste, primitive Unterkunft \u00fcber dem Gurgler Ferner. Sie wurde zum Vorl\u00e4ufer f\u00fcr die Schutzh\u00fctten des Alpenvereins: Gepatschhaus (Baujahr 1873), Taschachhaus (1874), Ramolhaus (1881\u201383), Breslauer H\u00fctte (1882), Rauhekopfh\u00fctte (1888), Braunschweiger H\u00fctte (1892) &#8230; Damit entstanden die Grundlagen f\u00fcr die heutige Tourismuswirtschaft, die Arbeit und Wohlstand brachte, aber auch das Bild der T\u00e4ler und bis zu den Gletschern grundlegend ver\u00e4nderte. Schutz vor ausufernden Erschlie\u00dfungen garantiert \u2013 hoffentlich \u2013 der 510 km\u00b2 gro\u00dfe Naturpark \u00d6tztal, internationale Bedeutung garantiert das 1.500 ha gro\u00dfe Biosph\u00e4renreservat der UNESCO bei Obergurgl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens seit dem 19. September 1991 sind die \u00d6tztaler Alpen auch Nicht-Bergsteigern ein Begriff: An diesem Tag fand das N\u00fcrnberger Ehepaar Simon die mumifizierte Leiche eines Mannes, die der abschmelzende Niederjochferner beim Tisenjoch nahe der\u00a0Similaunh\u00fctte freigab. 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