{"id":3878,"date":"2016-02-25T08:10:32","date_gmt":"2016-02-25T07:10:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=3878"},"modified":"2016-02-25T08:10:32","modified_gmt":"2016-02-25T07:10:32","slug":"misthaufen-hundstod-fleischbank-die-skurrilsten-bergnamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/misthaufen-hundstod-fleischbank-die-skurrilsten-bergnamen\/","title":{"rendered":"Misthaufen, Hundstod &#038; Fleischbank: Die skurrilsten Bergnamen"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber lustige St\u00e4dtenamen hat jeder schon mal gelacht. Doch es gibt auch zahlreiche Berge, die seltsame und verr\u00fcckte Namen tragen. Unn\u00fctz, Misthaufen oder Bschei\u00dfer \u2013 so mancher Wanderer wundert sich sicherlich \u00fcber die Bergnamen, wenn er in den deutschen und \u00f6sterreichischen Alpen unterwegs ist. Bei einigen skurrilen Bergnamen ist deren Bedeutung schnell klar, bei anderen ist die Herkunft des Namens nicht ganz so leicht oder gar nicht zu kl\u00e4ren. Wir haben einige der skurrilsten Bergnamen aus der Alpenregion zusammengetragen.<\/p>\n<h4>Misthaufen \u2013 Vorarlberg<\/h4>\n<p>Im \u00f6sterreichischen Vorarlberg erhebt sich der 2.436 Meter hohe Misthaufen. Der Berg verdankt seinen Namen tats\u00e4chlich dem Misthaufen, der fr\u00fcher in der Region in quadratischer Form vor den Bauernh\u00f6fen angelegt wurde. Der Berg Misthaufen \u00e4hnelt in seiner Form einem solchen rechteckig aufgebauten Misthaufen.<\/p>\n<h4>Haariger R\u00fccken \u2013 Tirol<\/h4>\n<p>Wer die Stallkarspitze (2.350 m) in <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/gebiet\/dest\/30020-tirol\/\">Tirol<\/a> besteigen m\u00f6chte, kommt auf dem Weg zum Gipfel definitiv am Haarigen R\u00fccken vorbei. Ihr denkt dabei an einen behaarten R\u00fccken? Falsch. Vielmehr bezieht sich der Name auf das raue Gel\u00e4nde, das in der schneefreien Zeit im Sommer sehr br\u00fcchig und daher ziemlich \u201ehaarig\u201c ist.<\/p>\n<h4>Hinterunn\u00fctz, Hochunn\u00fctz, Vorderunn\u00fctz \u2013 Tirol<\/h4>\n<p>Die Unn\u00fctze erheben sich in den Brandenberger Alpen in Tirol. Das Bergmassiv besteht aus drei Gipfeln, die alle sehr bezeichnende Namen tragen: der Hinterunn\u00fctz, der Vorderunn\u00fctz sowie der Hochunn\u00fctz. W\u00e4hrend sich heute Wanderer an der Besteigung der Unn\u00fctze erfreuen, waren die Berge in fr\u00fcheren Zeiten tats\u00e4chlich unn\u00fctz. Die Bewohner der Region konnten an den zerkl\u00fcfteten Bergflanken keine Almwirtschaft betreiben \u2013 und nannten die Berge daher Unn\u00fctze.<\/p>\n<h4>Kackenk\u00f6pfe \u2013 Allg\u00e4uer Alpen<\/h4>\n<p>S\u00fcdlich des Rohrmooser Tals erstrecken sich drei bewaldete Felsk\u00f6pfe, die den klangvollen Namen Kackenk\u00f6pfe tragen. Wer die drei Felsen besteigen m\u00f6chte, erreicht die Gipfel weglos durch den Wald. Da die <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.398889,10.186667\">Kackenk\u00f6pfe<\/a> jedoch bewaldet sind, kann man von ihnen keine Aussicht genie\u00dfen. Woher jedoch der skurrile Name stammt, l\u00e4sst sich nicht kl\u00e4ren.<\/p>\n<h4>Fleischbank \u2013 Karwendel<\/h4>\n<p>Eine leichte Begtour im Karwendelgebirge f\u00fchrt auf die 2.026 Meter hohe <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.569167,12.3175\">Fleischbank<\/a>. Der Gipfel kann aus dem Ri\u00dftal erreicht werden, es gibt jedoch auch eine H\u00f6henwanderung, die \u00fcber den Grasbergkamm auf die Fleischbank f\u00fchrt. Auch hier ist nicht bekannt, woher der Name des Berges stammt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3879\" aria-describedby=\"caption-attachment-3879\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3879 size-full\" src=\"http:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02.jpg\" alt=\"Die Fleischbank erhebt sich neben dem Wilden Kaiser\" width=\"1500\" height=\"850\" srcset=\"https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02.jpg 1500w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-768x435.jpg 768w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-1280x725.jpg 1280w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-720x408.jpg 720w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-480x272.jpg 480w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Artikel_News_Die-skurrilsten-Bergnamen_02-32x18.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3879\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 tirol.at<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Gro\u00dfer Hundstod \u2013 Berchtesgadener Alpen<\/h4>\n<p>Der Gro\u00dfe Hundstod, der oft auch einfach Hundstod genannt wird, z\u00e4hlt zu den h\u00f6heren Gipfeln des Steinernen Meers in den <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/wanderkarte\/dest\/100026-berchtesgadener-land\/\">Berchtesgadener Alpen<\/a>. Der dominante Felskopf verdankt seinen Namen der Watzmann-Sage. In der Sage st\u00fcrzen die Hunde des Watzmann von eben jenem Berg in die Tiefe.<\/p>\n<h4>Bschei\u00dfer \u2013 Allg\u00e4uer Alpen<\/h4>\n<p>In den Allg\u00e4uer Alpen liegt an der Grenze zwischen Deutschland und \u00d6sterreich der 2.000 Meter hohe <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/touren-und-regionen\/touren\/?tour_destination_coord=47.487822,10.440356\">Bschei\u00dfer<\/a>. Der Berg hat in den vergangenen Jahrhunderten einige Namen getragen. Erstmals erw\u00e4hnt wurde er 1561 als &#8222;Schei\u00dfer in Spiz&#8220;. 1803 wurde er in Dokumenten als &#8222;Schei\u00dfer Kopf&#8220; erw\u00e4hnt, bis er 1819 schlie\u00dflich seinen heutigen Namen bekam. Der Name wies schon fr\u00fcher darauf hin, dass am Bschei\u00dfer regelm\u00e4\u00dfig Lawinen und Ger\u00f6ll herabschie\u00dfen.<\/p>\n<h4>Kotzen \u2013 Karwendel<\/h4>\n<p>Der Kotzen (1.771 m) ist ein Ausl\u00e4ufer des Stierjochs im <a href=\"http:\/\/www.kompass.de\/gebiet\/dest\/100208-karwendel\/\">Karwendelgebirge<\/a> und kann auf der sogenannten Kotzen-Runde bestiegen werden. Der Kotzen ist vermutlich ein Opfer der Namensetymologie und seine Bezeichnung stammt urspr\u00fcnglich von einem \u00e4hnlich klingenden Namen, der sich \u00fcber die Jahrhunderte zum heutigen Kotzen entwickelt hat.<\/p>\n<p>In diese Liste reihen sich au\u00dferdem der Kothaufenberg in den Ybbstaler Alpen, das Hundsarschjoch im Allg\u00e4u, das B\u00f6se Weibl in den Liezer Dolomiten sowie der Geilkopf am Kaunergrat ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber lustige St\u00e4dtenamen hat jeder schon mal gelacht. Doch es gibt auch zahlreiche Berge, die seltsame und verr\u00fcckte Namen tragen. Unn\u00fctz, Misthaufen oder Bschei\u00dfer \u2013 so mancher Wanderer wundert sich sicherlich \u00fcber die Bergnamen, wenn er in den deutschen und \u00f6sterreichischen Alpen unterwegs ist. Bei einigen skurrilen Bergnamen ist deren Bedeutung schnell klar, bei anderen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":3880,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[83,764,43,765,22,766,767,768,59,769],"leadtext":"Unter den Gipfeln in den Alpen gibt es mitunter kuriose und verr\u00fcckte Bergnamen. Wir haben uns auf die Suche nach den lustigsten Namen gemacht.","subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3878"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3878\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}