{"id":1145,"date":"2014-11-25T14:35:00","date_gmt":"2014-11-25T12:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=1145"},"modified":"2014-11-25T14:35:00","modified_gmt":"2014-11-25T12:35:00","slug":"nevado-vallunaraju","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/inspiration\/nevado-vallunaraju\/","title":{"rendered":"Nevado Vallunaraju (5.686 m)"},"content":{"rendered":"<p><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die bekanntesten unter diesen Gipfeln d\u00fcrften der Pisco Nevado (5.752 m) und der Nevado Vallunaraju (5.686 m) sein. Beide Gipfel kann man auch als durchtrainierter Athlet ohne spezialisierte hochalpine oder bergsteigerische Ausbildung besteigen. Der Vallunaraju ist der Hausberg von Huaraz und man kann den Gipfel schon vom zentralen Plaza de Armas im Zentrum von Huaraz aus sehen. Der Pisco Nevado befindet sich etwa 60 Kilometer n\u00f6rdlich von Huaraz. Welchen der beiden genannten Berge man nun besteigen will, liegt prim\u00e4r an den jeweils herrschenden Bedingungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">In unserem Fall wurde uns von einigen Trekking- und Bergsteigagenturen der Vallunaraju empfohlen. Das Hauptproblem am Nevado Pisco war prim\u00e4r die hohen Schneemassen im oberen Bereich des Berges, sowie eine nur schwer zu \u00fcberwindende Gletscherspalte auf dem Weg nach oben. Insgesamt wird die Besteigung des Vallunaraju auch etwas einfacher als die Besteigung des Piscos bewertet. Nat\u00fcrlich ist es nicht immer ganz einfach, verl\u00e4ssliche Informationen vom Berg und den dort herrschenden Bedingungen zu bekommen, da die Agenturen prim\u00e4r Touren verkaufen wollen und dann lieber mit verdientem Geld wieder umkehren als kein Geld zu verdienen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die besten Informationen kann man wohl in der Casa de Guias erhalten, leider haben diese aber in der Nebensaison nur an einigen Tagen in der Woche ge\u00f6ffnet, sodass wir voll und ganz auf die Infos aus den Agenturen setzen mussten (die lokale Touristeninformation, kann leider kaum Angaben zu aktuellen Bedingungen geben). F\u00fcr den Vallunaraju planen die Agenturen im Normalfall zwei Tage ein, f\u00fcr den Nevado Pisco sogar drei. Die Unterschiede liegen prim\u00e4r in der l\u00e4ngeren Anfahrt von Huaraz aus zum Nevado Pisco. Aus diesem Grund ist der Vallunaraju auch von der Kostenseite etwas g\u00fcnstiger als der Nevado Pisco, da die Agenturen im Normalfall eine Pauschale pro Tag erheben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">In den von den Agenturen organisierten Touren ist im Normalfall alles enthalten, was man f\u00fcr die Besteigung ben\u00f6tigt. Zum einen ein organisierter Transport, zum anderen aber auch der Verleih von Equipment, ein Guide sowie ein Tr\u00e4ger und Koch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Am ersten Tag geht es am Morgen gegen 9 Uhr in Huaraz los. Man trifft sich bei der Agentur und verl\u00e4dt das Equipment in den Bus. Alle pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde, die man ben\u00f6tigt, sind von den jeweiligen Personen zu tragen, gemeinsam ben\u00f6tigtes Equipment (prim\u00e4r das Kochequipment und die Lebensmittel) werden von den Guides und dem Koch getragen. Das eigene Equipment beinhaltet aber dennoch einiges an Gewicht, da Zelt, Isomatten, Schlafsack, etc. jeweils selbst zu tragen sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Nach einer etwa 2-st\u00fcndigen Fahrt mit dem Bus, bzw. Gel\u00e4ndewagen gelangt man zum Ausgangspunkt f\u00fcr die Besteigung. Nach dem Ausladen der Ausr\u00fcstung und der Verteilung des technischen Equipments wie Sitzgurt, Steigeisen und Eisger\u00e4ten geht es los mit der Wanderung zum Basislager. Das Trekking zum Basislager beginnt kurz vor dem Ende der Stra\u00dfe zur Lagune Llaca. Die Wanderung f\u00fchrt rund 500 Meter steil zum Basislager empor und man ben\u00f6tigt zwischen eineinhalb und zwei Stunden f\u00fcr diese Wanderetappe. Dadurch, dass man sich schon in einer H\u00f6her von rund 4200 Meter bewegt fallen die einzelnen Bewegungen schon ein wenig schwerer als dies auf der Normalh\u00f6he der Fall ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">In einer H\u00f6he von 4800 Metern baut man dann sein Zelt in einer Mor\u00e4ne auf. Im Basislager gibt es eine ausreichende Anzahl von Zeltstellpl\u00e4tzen, so dass auch bei einem relativ frequentierten Tag genug Platz f\u00fcr die Gruppe sein sollte. An unserem Tag befanden sich insgesamt rund sechs Aspiranten plus die K\u00f6che und Guides im<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #333333;\"> Basislager, also durchaus ein \u00fcberschaubarer Haufen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1152 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02.jpg\" alt=\"Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02\" width=\"900\" height=\"545\" srcset=\"https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02.jpg 900w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02-768x465.jpg 768w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02-720x436.jpg 720w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02-480x291.jpg 480w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_02-32x19.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #333333;\"> Nach der Ankunft im Basislager ist zun\u00e4chst einmal eine gewisse Ruhephase angesagt, danach kann man an dem naheliegenden Gletscher noch ein wenig Eisklettern. Wir haben die Zeit genutzt und mit unserem Guide das Eisklettern ausprobiert (das Gel\u00e4nde ist relativ moderat). Danach folgten das Abendessen und die Absprachen f\u00fcr den kommenden Tag. Wir haben uns mit unserem Guide besprochen und 1 Uhr in der Nacht als Aufbruchszeit vereinbart, d.h. um 0:30 Uhr ging es aus dem Bett, sodass wir am n\u00e4chsten Morgen p\u00fcnktlich zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel stehen konnten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Am n\u00e4chsten Morgen ging es also schon sehr fr\u00fch raus. Bereits um Mitternacht h\u00f6rte man wie sich die ersten Teams auf den Weg machten. Wie krochen dann schlie\u00dflich um kurz vor 1 Uhr aus dem Zelt und gingen zum Fr\u00fchst\u00fcck, welches aus einem warmen Kokatee und Br\u00f6tchen bestand. Danach richteten wir uns z\u00fcgig und gingen schlie\u00dflich gegen halb zwei los. Das erste St\u00fcck verl\u00e4uft \u00fcber Mor\u00e4nen und da es in der Nacht ein wenig geschneit hatte, war dies eine extrem rutschige Angelegenheit. Nach etwa 30 Minuten kamen wir dann an den Gletscher und legten die Steigeisen, Gurte und Eispickel an. Von nun an ging es in einer Dreierseilschaft dem Gipfel entgegen. Der Guide ganz vorne, wir hinterher.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Zun\u00e4chst geht es wellig nach oben, immer wieder wechseln sich steilere Passagen mit flacheren ab, die aber auch notwendig sind um sich von den anstrengenden Passagen gut zu erholen. Langsam aber sicher machen wir die ersten H\u00f6henmeter, auch an das f\u00fcr uns ungewohnte Gehen mit Steigeisen gew\u00f6hnen wir uns immer mehr. Ein bis zwei Mal pro Stunde machen wir eine kurze Pause und essen und trinken etwas um die verlorene Energie wie zur\u00fcckzugewinnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Mit steigender H\u00f6he wird es auch immer k\u00e4lter &#8211; hatte man am Anfang des Aufstiegs noch gefroren, so wird es nun eisiger und man \u00fcberlegt sich, ob man nicht noch die ein oder andere Kleidungsschicht anziehen m\u00f6chte. Wir kommen relativ gut voran und k\u00f6nnen sogar Gruppen, die vor uns gestartet sind, einholen. Nach etwa drei Stunden Aufstieg meint unser Guide, dass wir gut vorankommen und nur noch etwa eine Stunde bis zum Gipfel ben\u00f6tigen werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1153 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03.jpg\" alt=\"Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03\" width=\"900\" height=\"545\" srcset=\"https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03.jpg 900w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03-768x465.jpg 768w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03-720x436.jpg 720w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03-480x291.jpg 480w, https:\/\/www.kompass.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Artikel_News_Nevado-Vallunaraju_03-32x19.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #333333;\"> Die letzte Stunde auf dem Weg zum Gipfel hat es aber noch einmal in sich. Bevor es auf den Gipfelgrad geht, muss nochmals eine steile Flanke passiert werden, welche die letzten Kraftreserven kostet. Immer wieder bricht man bis zum Oberschenkel in den tiefen Schnee ein und muss nun erstmals Steigeisen und Eisger\u00e4t richtig einsetzen, um vorw\u00e4rts zu kommen. Nach kurzer Zeit rast schon der Puls und man sehnt sich danach endlich oben anzukommen. Die letzten Meter auf dem Weg zum Vallunaraju sind wieder etwas einfacher, wenn auch noch immer sehr steil.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Um 5:30 Uhr haben wir es dann geschafft und stehen auf dem flachen Gipfel des Vallunarajus. Noch ist die Sonne nicht aufgegangen und es ist bitterkalt auf dem Plateau. Ab 6 Uhr kriecht die Sonne langsam empor und gibt den Blick frei auf die umliegenden Berg und den Anstieg. Unglaublich sch\u00f6ne Bilder. Als einer der ersten Berge wird der Huascaran von den Strahlen gelbgold beleuchtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Nach einer Stunde auf dem Gipfel brechen wir wieder Richtung Basislager auf. Dieses Mal in umgekehrter Reihenfolge. Wir vorne und der Guide ganz hinten der Seilschaft. Wir ben\u00f6tigen knapp zwie Stunden zum Ausstieg auf dem Gletscher. Der Abstieg ist beeindruckend &#8211; man geht nun an sehenswerten Schnee- und Eisskulpturen vorbei, an denen man in der Dunkelheit noch ohne gr\u00f6\u00dfere Blicke vorbeigestiegen ist. Extrem m\u00fcde kommen wir gegen 9:00 Uhr im Basislager an. Nach einen warmen Suppe verabschieden wir uns zun\u00e4chst einmal f\u00fcr etwa eine Stunde in unser Zelt, um ein wenig zu entspannen. Gegen 11 Uhr stehen dann der Abbau des Basislagers und der Abstieg zum Transport an. Es f\u00e4llt extrem schwer, sich bei diesem Weg auf den Beinen zu halten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><b>Unser Fazit<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Aus unserer Sicht stellt der Vallunaraju technisch wirklich keine besonderen Herausforderungen dar. Man sollte aber beachten, dass man eine sehr gute Kondition und eine Akklimatisierung f\u00fcr den Berg ben\u00f6tigt. Zur Akklimatisierung haben wir den Santa Cruz Trek gew\u00e4hlt, dieser viert\u00e4gige Trekkingtrip ist ideal um sich an die H\u00f6he der Anden zu gew\u00f6hnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Text: <span style=\"text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #333333; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.being-vertical.de\/\">M. Zeilinger\/being-vertical.de<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die bekanntesten unter diesen Gipfeln d\u00fcrften der Pisco Nevado (5.752 m) und der Nevado Vallunaraju (5.686 m) sein. Beide Gipfel kann man auch als durchtrainierter Athlet ohne spezialisierte hochalpine oder bergsteigerische Ausbildung besteigen. 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