{"id":1125,"date":"2014-10-23T15:04:32","date_gmt":"2014-10-23T13:04:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kompass.de\/?p=1125"},"modified":"2018-08-31T17:56:12","modified_gmt":"2018-08-31T15:56:12","slug":"tipps-fuer-den-snowboard-kauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompass.de\/magazin\/ratgeber\/tipps-fuer-den-snowboard-kauf\/","title":{"rendered":"Tipps f\u00fcr den Snowboard-Kauf"},"content":{"rendered":"<p><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Das richtige Board finden<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die Wurzeln des Snowboardens liegen beim Surfen. In den 60er Jahren wollten zwei surfbegeisterte Amerikaner das Surf-Feeling auch auf den Schnee \u00fcbertragen. Mit den ersten an Surfbretter angelehnten \u2013 Brettern ging es die Berge hinab und damit war ein neuer Trendsport geschaffen. Heute hat sich der einstige Nischensport zu einem echtem Massensport etabliert, die Snowboarder sind nicht mehr von den Pisten wegzudenken und einige Disziplinen des Snowboardens sind mittlerweile sogar olympisch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bei der Anschaffung eines neuen Boards gibt es einige wesentliche Kriterien, die entscheidend sind und die unbedingt beachtet werden sollten: die L\u00e4nge, die Breite sowie die Flexibilit\u00e4t des Boards. Diese drei Kriterien sind vor allem vom gew\u00fcnschten Einsatzbereich des Snowboards abh\u00e4ngig.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>All-Mountain<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die All-Mountain-Boards sind nicht speziell konzipiert und k\u00f6nnen dadurch \u2013 wie der Name schon vermuten l\u00e4sst \u2013 in verschiedenen Einsatzgebieten am Berg genutzt werden. Diese Art von Board ist also f\u00fcr alle geeignet, die sich nicht spezialisieren m\u00f6chten und sowohl auf als auch neben der Piste unterwegs sind.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Freestyle<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">F\u00fcr die Fahrt auf Pipes und Rails im Funpark wird ein Freestyle-Board ben\u00f6tigt. Freestyle-Boards sollten m\u00f6glichst weich und nicht zu lang sein, da kurze Boards dehnbarer sind und so Ungenauigkeiten beim Landen von Spr\u00fcngen eher verzeihen als harte Boards<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Freeride\/Backcountry<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Freeride-Boards eignen sich durch ihre breitere und l\u00e4ngere Bauweise vor allem f\u00fcr die Fahrt im Tiefschnee abseits der Piste. Die Boards sind au\u00dferdem h\u00e4rter und damit f\u00fcr Rails und Kickers im Funpark ungeeignet.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Raceboard<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Zus\u00e4tzlich gibt es sogenannte Raceboards, die f\u00fcr extrem schnelle Abfahrt ausgelegt sind. Sie sind meist l\u00e4nger als Freestyle- oder Freerideboards und haben eine flachere Nose (Spitze). Raceboards werden ausschlie\u00dflich mit Hardboots und Plattenbindungen gefahren, um so die hohe Geschwindigkeit besser kontrollieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Funparks und Spr\u00fcnge ist sie ungeeignet.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Boardl\u00e4nge<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">F\u00fcr Einsteiger empfehlen sich Boards, die sich leicht kontrollieren lassen, nachgiebig sind und Fahrfehler verzeihen. Grunds\u00e4tzlich sind k\u00fcrzere Boards drehfreudiger und somit f\u00fcr Anf\u00e4nger geeigneter. \u00dcber ein zu kurzes Board kann man jedoch schnell die Kontrolle verlieren. Ein zu langes Board kann hingegen nur mit gro\u00dfem Kraftaufwand gefahren werden. Es ist also wichtig, die ideale L\u00e4nge zu finden. Zur Bestimmung der richtigen L\u00e4nge des Snowboards gibt es einige Faustregeln. All-Mountain-Boards und Freerideboards sollten dem Fahrer aufgestellt bis zum Kinn und maximal bis zur Nase reichen. Freestyle-Boards sollten hingegen lediglich bis zum Kehlkopf gehen, wenn sie nur f\u00fcr den Funpark genutzt werden sollen. Wenn sie zus\u00e4tzlich auch f\u00fcr Backcountry oder Pipes verwendet werden, k\u00f6nnen sie Kinnh\u00f6he haben.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Beinstellung<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bei der Beinstellung muss man sich entscheiden, ob man mit dem linken Fu\u00df (Regular) in Fahrtrichtung stehen m\u00f6chte oder mit dem rechten Fu\u00df (Goofy). Welches das st\u00e4rkere Bein ist, l\u00e4sst sich durch Austesten am besten herausfinden. Das st\u00e4rkere Bein l\u00e4sst sich meist auch dadurch bestimmen, mit welchem Bein man beim Sprung abspringt bzw. mit welchem Fu\u00df man nach einem Sprung aufkommt. Das Sprungbein steht beim Snowboarden in der Regel vorne und bei Rechtsh\u00e4ndern ist oft das linke Bein das st\u00e4rkere. Wenn man jedoch bereits ein paar Kurven gefahren ist und sich mit der Beinstellung unwohl f\u00fchlt, sollte man eventuell ausprobieren, ob man besser zurechtkommt, wenn man das vordere Bein und somit auch die Fahrtrichtung wechselt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Heutzutage fahren die meisten Snowboarder im sogenannten &#8222;Duckstance&#8220;, das hei\u00dft, die Fu\u00dfspitzen stehen nach au\u00dfen. Der geeignete <b>Bindungswinkel<\/b> findet sich durch Ausprobieren. Beliebte Bindungstellungen sind +15\u00b0 \/ -15\u00b0, +12\u00b0 \/ -6\u00b0 und +15\u00b0 \/ -9\u00b0. Bei diesen Werten bezieht sich die vordere Zahl auf die Bindung in Fahrtrichtung, die zweite Angabe auf die hintere Bindung. Der Abstand zwischen den Bindungen ist abh\u00e4ngig vom Einsatzbereich und der L\u00e4nge des Boards sowie der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe. Als Faustregel f\u00fcr den <b>Beinabstand <\/b>(Stance) gilt die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe in Zentimetern geteilt durch drei. Auch hierbei ist es jedoch wichtiger, dass man sich mit der Stellung wohlf\u00fchlt.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Bindung<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Durch die Bindung wird der Schuh des Snowboarders fest mit dem Board verbunden. Beim Snowboarden wird zwischen mehreren Bindungsarten unterschieden. Die am h\u00e4ufigsten genutzte Bindung ist die <b>Softbindung<\/b>, die die Softboots mit zwei Ratschen \u00fcber den Zehen und dem Fu\u00dfr\u00fccken fixiert. Die <b>Step-in-Bindung<\/b> ist ein Schnelleinstiegssystem, das es dem Fahrer erm\u00f6glicht, seine Boots im Stehen in die Bindung einzurasten. Eine weitere Bindungsart ist die <b>Flow-Bindung<\/b>, die der normalen Softbindung \u00e4hnlich ist, bei der jedoch keine Ratschen verwendet werden. Stattdessen befindet sich auf dem Fu\u00dfr\u00fccken ein halbfester Stoff, dessen Spannung sich einstellen l\u00e4sst. Um in die Bindung einsteigen zu k\u00f6nnen, muss mit einem kleinen Hebel die Fersenplatte heruntergeklappt werden. Die Bindung erfordert in der Regel nur ein einmaliges Einstellen und erm\u00f6glicht dann das An- und Ausziehen mit einem Handgriff. Die <b>Plattenbindung <\/b>kommt zum Einsatz, wenn Hardboots verwendet werden. Sie fixiert die Schuhe an der Spitze und der Ferse mit Metallb\u00fcgeln, wodurch die Kraft direkt \u00fcbertragen wird.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Bekleidung<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die ideale <b>Snowboardjacke <\/b>h\u00e4lt warm, ist atmungsaktiv und bringt den Fahrer nur wenig zum Schwitzen, da sie die Feuchtigkeit vom K\u00f6rper weg nach au\u00dfen transportiert. Das Obermaterial der Jacke sollte aus wasserdichten Materialien bestehen. Snowboardjacken sollte eine Wassers\u00e4ule von mindestens 10.000 mm haben &#8211; nach M\u00f6glichkeit sogar noch h\u00f6her. Um vor Wind zu sch\u00fctzen, verf\u00fcgt die Jacke \u00fcber einen hoher Kragen und ein Schneefang im Inneren verhindert, dass Schnee von unten in die Jacke gelangt &#8211; somit bleibt die untere Kleidung trocken. Ideal sind auch Unterarmrei\u00dfverschl\u00fcsse oder eine andere Ventilationsm\u00f6glichkeit, die nach Bedarf ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Beim Kauf einer <b>Snowboardhose <\/b>sollte vor allem darauf geachtet werden, dass wasserfeste und atmungsaktive Materialien verarbeitet wurden. Wie auch bei den Jacken, sind Hosen mit einer Wassers\u00e4ule von mindestens 10.000 mm empfehlenswert, um absolute Wasserdichte zu garantieren. Au\u00dferdem bieten gute Snowboardhosen durch einen gro\u00dfz\u00fcgigen Schnitt gen\u00fcgend Bewegungsfreiheit. Einige Hosen verf\u00fcgen zus\u00e4tzlich \u00fcber Verst\u00e4rkungen an Knien und Hintern, um St\u00fcrze ein wenig abzud\u00e4mpfen. Snowboardhosen haben im Inneren integrierte Gamaschen, die \u00fcber die Schuhe gest\u00fclpt werden und so das Eindringen von Schnee in die Schuhe und die Hose verhindern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Bei den <b>Snowboard-Boots<\/b> gibt es zwei Varianten. Hardboots sind den normalen Skischuhen sehr \u00e4hnlich, werden aber nur bei Raceboards verwendet, da sie die Kraft optimal auf die Kanten des Boards \u00fcbertragen. Softboots bieten einen h\u00f6heren Tragekomfort als Hardboots und mit ihnen l\u00e4sst es sich einfacher laufen, die Kraft\u00fcbertragung erfolgt jedoch indirekter. Freestyleboards und Freerideboards werden generell mit Softboots gefahren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Der <b>Helm <\/b>\u00fcbernimmt beim Snowboarden eine wichtige Schutzfunktion und ist daher unverzichtbar. Er muss unbedingt die richtige Gr\u00f6\u00dfe und Passform haben, eng am Kopf sitzen und m\u00f6glichst kein Spiel haben. Viele Helmmodelle verf\u00fcgen \u00fcber ein verstellbares Kopfband, das zur Feineinstellung dient.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Die <b>Brille <\/b>muss mit dem Helm kompatibel sein, um zu verhindern, dass sie zu tief im Gesicht sitzt oder unangenehme Druckstellen verursacht. Orange und gelber Gl\u00e4ser lassen die Umgebung heller erscheinen, wodurch sie vor allem f\u00fcr den Einsatz bei Nebel und dichtem Schneefall geeignet sind. Dunkle Gl\u00e4ser sch\u00fctzen die Augen wiederum bei Sonnenschein vor starker UV-Strahlung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Handschuhe sch\u00fctzen nicht nur gegen K\u00e4lte sondern auch vor Sch\u00fcrfwunden auf eisigem Schnee. Die <b>Handschuhe <\/b>sollten aus robustem und wasserfestem Material sein. Mittlerweile gibt es auch Handschuhe, die Protektoren f\u00fcr den Schutz der Handgelenke integriert haben, mit denen sich unn\u00f6tige Verletzungen vermeiden lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Das zus\u00e4tzliche Tragen eines R\u00fcckenprotektors ist empfehlenswert, um Verletzungen an der Wirbels\u00e4ule zu vermeiden. <b>R\u00fcckenprotektoren <\/b>gibt es in unterschiedlichen Varianten. Zum einen gibt es Protektorenwesten, die meist aus Stretch-Material bestehen und in die der Protektor eingearbeitet ist. Bei einer anderen Variante wird der Protektor mit Schulter- und Bauchgurten auf den R\u00fccken geschnallt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">\u00a9 Foto: Tina Piechulik<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das richtige Board finden Die Wurzeln des Snowboardens liegen beim Surfen. In den 60er Jahren wollten zwei surfbegeisterte Amerikaner das Surf-Feeling auch auf den Schnee \u00fcbertragen. Mit den ersten an Surfbretter angelehnten \u2013 Brettern ging es die Berge hinab und damit war ein neuer Trendsport geschaffen. Heute hat sich der einstige Nischensport zu einem echtem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":1495,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[13,113,114,115,116,14,117,118,63],"leadtext":"<span style=\"color: #333333;\">Einst wurden Snowboarder auf der Piste m\u00fcde bel\u00e4chelt, doch mittler- weile hat sich das Snowboarden zu einem etablierten Massensport entwickelt. Anf\u00e4nger, die mit dem Sport beginnen wollen, sollten beim Kauf der Ausr\u00fcstung einige Kriterien beachten.","subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1125"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1125\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kompass.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}